Jemen

Entdecken Sie den Jemen und Sokotra – die fast vergessene Insel der Drachenblutbäume

Im Jemen, an der Südspitze der Arabischen Halbinsel gelegen, erleben Sie, wie in kaum einem anderen Land, das ursprüngliche alte Arabien. Das Land der Kontraste, mit seinen überwältigenden Sehenswürdigkeiten und seiner vielfältigen Natur, übt auf jeden Reisenden eine einmalige Faszination aus. Durch den Jemen führte die historische Weihrauchstraße, die den Völkern der arabischen Halbinsel zu großem Wohlstand und Macht verhalf.

„Sanaá zu sehen ist eine Reise wert, solange sie auch dauert”, sagt ein arabisches Sprichwort. Und wirklich: Hier wird der Traum vom alten Orient wahr. Die sagenhafte Stadt aus Ziegelpalästen und Moscheen ist ein Meisterwerk arabischer Baukunst. In den antiken Häusern, den farbenprächtigen Souks und auf dem Hochzeitsfelsen werden die Geschichten aus 1001 Nacht lebendig.

Hinweis: Auf Grund der kriegerischen Auseinandersetzungen in Jemen (Festland) bieten wir derzeit nur Reisen zur Sokotra-Inselgruppe an.

 

Sokorta Inselgruppe

In Hadibo, dem Ausgangspunkt für Reisen auf der Hauptinsel Sokotra, erwarten den fremden Besucher neugierige, doch stets freundliche Blicke. Der Massentourismus hat auf Sokotra noch nicht Einzug gehalten, Reisen nach Sokotra sind daher noch immer etwas ganz Besonderes.

Ähnlich dem Galapagos-Archipel ist Sokotra seit mehr als 20 Millionen Jahren vom arabischen und afrikanischen Festland getrennt und gilt deshalb bei Biologen als eine Schatzkammer der Evolution.

Freuen Sie sich auf faszinierende und abwechslungsreiche Landschaften und lassen Sie sich von der Freundlichkeit der Menschen auf Sokotra begeistern!

Übrigens:
Die FAZ hat einen interessanten Artikel über Sokotra veröffentlicht: Ende der Einsamkeit

Auf youtube finden Sie die Doku “Sokotra: Das Galápagos des indischen Ozeans“. Hier der Link zum VideoSokotra

 

Kultur

Rund 97 Prozent der Einwohner sind Araber. Die Bevölkerung Tihamas ist teilweise schwarzafrikanischer Herkunft: Die Bevölkerungsgruppe der Achdam soll äthiopischer Abstammung sein. Die Achdam sind bis heute eine diskriminierte „Kaste“ in der jemenitischen Gesellschaft, was zu Problemen führt. Etwa ein Prozent der Bevölkerung sind pakistanische oder muslimische indische Arbeitsmigranten, etwa zwei Prozent ethnische Somali, von denen viele schon länger im Lande leben.

Nahezu alle Einwohner des Jemen sind Muslime. Den größten Anteil stellen die Sunniten, mehrheitlich Anhänger der schafiitischen Rechtsschule. Eine große Minderheit (30–45 % der Bevölkerung) gehört den schiitischen Zaiditen an. Im Nordjemen lebt eine kleine Minderheit Ismailiten sowie eine Diaspora weniger Juden (etwa 300).
Rund 4.500 Religionsschulen wurden geschlossen, und ausländische Schüler der Einrichtungen wurden des Landes verwiesen. Die Anzahl der Christen im Land wird nur auf wenige Hundert bis einige Tausend geschätzt.

Ein kulturelles Highlight auf Reisen in den Jemen ist die Altstadt der 2-Millionen-Einwohner-Stadt Sana’a mit ihren charakteristischen mehrstöckigen Häusern mit weißen Fensterumrahmungen an den Lehmfassaden. Manche Gebäude stammen noch aus dem 11. Jahrhundert. Aufgrund der architektonischen Einzigartigkeit ist die Altstadt schon seit 1986 Weltkulturerbe der UNESCO.
Sana‘as Souk ist einer der ältesten der arabischen Halbinsel. Noch heute sind bestimmte Berufsgattungen, etwa Schreiner oder Schmiede, in kleinen Quartieren gruppiert.

Die Nachbarinsel Sokotra wird auch das „Galapagos des Indischen Ozeans“ genannt. Durch die geographische Isolation entwickelten sich auf Sokotra zahlreiche endemische Arten, darunter sechs endemische Vogelarten.
Forschungen ergaben, dass mehr als ein Drittel der 800 Pflanzenarten der Inseln nur auf Sokotra vorkommen. Auf Sokotra hat sich mit dem Soqotri bis heute eine semitische Sprache erhalten, die zur kleinen Gruppe der neusüdarabischen Sprachen gehört. Sie ist kaum erforscht und hat noch kein Zeichensystem.

 

Essen und Trinken

Der Jemen hat eine sehr alte Kultur und zahlreiche Traditionen. Dies zeigt sich auch beim Essen. Es gibt allerdings Unterschiede zu den Ländern des sogenannten Mittleren Ostens, denn die jemenitische Küche wird neben der arabischen auch von der indischen Küche beeinflusst.

Das Nationalgericht im Jemen heißt Saltah, eine Art Eintopf, der aus Lammfleisch, Hühnchen oder Rindfleisch sowie Gemüse und Kartoffeln oder Reis besteht. Dazu kommt eine sehr scharfe Gewürzpaste.

An der Küste gibt es zahlreiche Fischgerichte in der lokalen Küche. Dazu gibt es traditionell Gemüse, wie z.B. Bohnen, Linsen oder Auberginen. Gerne werden auch Gewürze verwendet wie Kardamom, Kümmel, Koriander, der ein bisschen wie Seife schmeckt, oder Safran, ein Gewürz, das dem Essen eine gelbe Farbe verleiht.

Sehr beliebt ist im Jemen auch der Bockshornklee. Der Mokka stammt übrigens aus dem Jemen, zumindest der Name, denn eine jemenitische Stadt namens Al Mocha (Mokka), die einst wichtig für den Kaffeehandel war, gab dem Mokka ihren Namen. Doch die Jemeniten trinken lieber Tee als Kaffee, obwohl dieser im Jemen selbst angebaut wird.

 

Klima

Die jemenitischen Inseln sowie die Küstenebene sind bei sehr geringem Niederschlag feuchtheiß. Der Niederschlag an der Küste erreicht zwischen 25 und 150 mm, die an 5 bis 15 Tagen im Jahr fallen. Im Winter ist bei Höchsttemperaturen von 28° bis 31° C und Tiefsttemperaturen von 19° bis 23° C sehr warm.

Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit hoch. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 34° und 38° C, nachts fallen die Werte kaum unter 26° C. Nur selten fällt an der südöstlichen Küste im Sommer durch Ausläufer des indischen Monsuns leichter Regen (allerdings nie an der westlichen Küste).

Von Zeit zu Zeit treten Hitzeperioden mit 40° C und mehr auf. An den Küsten kann es zu Morgennebel kommen (an der westlichen Küste im Winter, and der südöstlichen Küste im Sommer), der durch die Sonneneinstrahlung jedoch nicht lange bestehen bleibt. Die Luftfeuchtigkeit erreicht dann i.d.R. 60 bis 85 %.

 

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Jemen ein Visum, das in Deutschland bei der Botschaft der Republik Jemen in Berlin beantragt werden muss.

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nein

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Nein

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Hinweis: Für den Jemen besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes (Stand: 11/2019).
Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand der Sicherheitslage und beachten Sie die Reisehinweise.

Tagesaktuelle Informationen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes unter dem folgenden Link: Auswärtiges Amt / Jemen Reisehinweise

 

Gesundheit

Es ist empfehlenswert vor Reisen nach Jemen, alle Impfungen zu überprüfen bzw. den entsprechenden Impfschutz aufzufrischen, die im aktuellen Impfkalender aufgeführt sind, der vom Robert-Koch-Institut bereitgestellt wird.

 

Aktuelles

Diphterie-Ausbruch

Seit 2017 werden Diphtherie-Fälle aus dem Jemen gemeldet, leider auch mit fatalem Verlauf, die dem ungenügenden Impfschutz der Bevölkerung geschuldet sind. Ab Juli 2019 waren die Fallzahlen rückläufig.

Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder und lassen diesen ggf. ergänzen.

 

Cholera Ausbruch

Aus dem Jemen werden Cholerafälle gemeldet; der Notstand wurde ausgerufen, siehe Cholera.

 

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

 

Medizinische Versorgung

Es muss mit maximalen Einschränkungen der medizinischen Versorgung in und außerhalb der Hauptstadt Sanaa gerechnet werden. Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland. Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Eine Kurzübersicht zum Jemen finden Sie auch hier beim Reisemedizinischen-Infodienst: Jemen-Hinweise

 

Unsere Reisen nach Sokorta (Jemen):

Sokotra Inseln

Sokotra 03 2000px

Wunderwelt am Horn von Afrika 8-tägige Orientaltours Sokotra Insel-Rundreise mit Expeditionscharakter. Vor mehr als 20 Millionen Jahren trennte sich der Sokotra-Archipel von der Arabischen Halbinsel und liegt seither im Indischen Ozean etwa 400 Kilometer südlich des Jemen, zu dessen Staatsgebiet er gehört. Die Insel Sokotra gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Schatzkammer der Evolution […]

8-tägige Rundreise ab 2.935 €Zur Reise