Orientaltours Reiseblog: Entspannt mit dem Afrosiab entlang der Seidenstraße in Usbekistan.

Ein Artikel von Marie Schweitzer.

Wir waren zunächst etwas skeptisch: Mit dem Zug durch Usbekistan? Durch ein Land, das für viele noch ein unbekannter Fleck auf der Landkarte ist?  „Wo liegt das denn und ist es dort sicher?“, wurde ich mehr als einmal von Bekannten gefragt. Schnell stellten wir vor Ort fest: Zugfahren in Usbekistan ist nicht nur sicher, sondern auch stressfrei und gut organisiert. Reisende sind rechtzeitig am Bahnhof, wo Sicherheitskontrollen selbstverständlich dazugehören. Der Pass wird überprüft, das Gepäck wird gescannt, der Zugang zu den Bahnsteigen ist geregelt und übersichtlich. Vor dem Einstieg kontrollierte der Schaffner direkt am reservierten Waggon Tickets und Sitzplätze – ohne Hektik oder Gedränge.

Unsere Reise zu den berühmten Oasenstädten der Seidenstraße begann in der Hauptstadt Taschkent, wo uns Shavkat, unser Guide erwartete. Ein Allround-Genie in Sachen Organisation und ein Entertainer par excellence, wie sich schnell herausstellte. Und das, trotz einer Riesen-Familie mit 13 Kindern. Taschkent beeindruckt mit seiner spannenden Mischung aus moderner Sowjet-Architektur, historischen Gebäuden und einer prachtvollen Metro. Dem Besucher bietet sich hier die Einzige Metro in Zentralasien, die oft mit der in Moskau verglichen wird und mit prachtvoll dekorierten Stationen beeindruckt.

Weiter ging es dann von Taschkent in das grüne Fergana-Tal. Dies ist seit altersher ein Zentrum der usbekischen Seidenverarbeitung und der Keramikherstellung. Die Seide trug über Jahrhunderte hinweg zum Wohlstand der gesamten Region bei. Die traditionellen Muster der Seidenwebereien sind typisch für diese Region und die Farben leuchtend und kräftig.

Höhepunkt unserer Zugreise durch Usbekistan waren die Fahrten mit dem ultramodernen Afrosiab-Schnellzug. Dieser fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 210 km pro Stunde verbindet Taschkent, Samarkand und Buchara. In rund zwei Stunden brachte uns der Afrosiab von Stadt zu Stadt. Samarkand, die wohl glamouröseste Metropole der Seidenstraße, erwartete uns mit dem ikonischen Registan, einem der schönsten Plätze weltweit. Zugleich ein autofreier Boulevard, über den wir entspannt bummelten und die Architekturperlen der Stadt entdeckten. Hier reihen sich Prachtvolle Moscheen, Mausoleen und der Siob-Basar aneinander. Der Basar ist einer der ältesten des Landes und an dessen Food-Ständen kann man sich gar nicht genug satt essen.

Toll war auch die Lage unseres Hotels Khan, direkt gegenüber der berühmten Nekropole Shah-i-Zinda, auf die wir von unserem Zimmer schauten und frühmorgens einen traumhaften Sonnenaufgang genossen. Am ersten Abend spazierten wir von dort zum Registan und sahen die fantastische Lightshow. An unserem letzten Abend lud Shavkat uns zum Plov-Essen zu sich nach Hause ein. Noch heute erinnern wir uns gern an das leckere Essen. Und auch daran, dass wir ein wenig am Leben einer einheimischen Familie teilhaben durften.

Ähnlich entspannt war die Erkundung der Altstadt von Buchara, einst eine der reichsten Städte der Seidenstraße. Blau glänzende Medressen, Moscheen, Minarette und die ehemaligen Handelsdome – allesamt perfekt restauriert, begeisterten uns. Wie in Samarkand bummelten wir durch eine verkehrsberuhigte Altstadt. Wer ab und zu ein Stück fahren will, kann übrigens auch auf ein Golf-Cab umsteigen. Etwa um den Abend am Lyabi-Hauz-Platz zu verbringen. Man sitzt dort in netten Restaurants unter Maulbeerbäumen, die rund um einen hübschen Teich stehen. Von hier hat man einen guten Blick auf die Nadir-Divan-Beghi-Medresse und eine alte Karawanserei. In dieser sind heute zahlreiche kleine Boutiquen untergebracht sind. Wer Seide oder die berühmten Ikat-Stoffe mit nach Hause nehmen will, ist hier an der richtigen Adresse.

Zum Abschluss der Reise ging eine etwas längere Fahrt durch die Kizil-Kum-Wüste nach Chiwa. Die historische Altstadt Ichtan Kala zählt ebenso wie die Altstadt von Buchara und das historische Samarkand zum UNESCO-Weltkulturerbe in Usbekistan. Am Bahnhof trafen wir ein Paar aus Wien wieder, das wir im Zug nach Buchara kennengelernt hatten. Wir verabreden uns zu einem Abendessen in einem der hübschen Open-Air-Restaurants inmitten märchenhafter Kulisse.

Ein kleiner Tipp: Von der historischen Stadtmauer bietet sich ein unvergleichlicher Blick auf türkisfarbene Kacheln, Minarette und Medresen. Ein schöner Abschied von einer Reise, die all unsere Erwartungen übertroffen hat.

Link zur Orientaltours Regelzug-Reise durch Usbebistan: https://orientaltours.de/reise/38/usbekistan-zugreise/

Fotos: Archiv Orientaltours, Johannes Glöckler.
Text: Marie Schweitzer

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Übrigens:

Zu unseren anderen Orientaltours Usbekistan-Reisen geht es hier. Link: https://orientaltours.de/asien/usbekistan-reisen/

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