9-tägige Reise nach Tripolitanien und in die Sahara.
Die legendäre Sahara ist die größte Sandwüste der Erde und erstreckt sich durch 10 Länder im Norden des afrikanischen Kontinents. Im Zentrum bedeckt sie rund 85 % Libyens, das lange Jahre ein Sehnsuchtsort für Geländewagenbesitzer war. Unter dem Sand vergraben, verbirgt die Wüste jedoch nicht nur Öl- und Gasvorkommen, sondern auch antike Zeugnisse des Klimawandels und untergegangener Kulturen, entstanden bevor der Sand sie unter sich begrub. Doch nicht alle Teile der Libyschen Wüste sind von Sand bedeckt. Geröllflächen, Wadis, Oasen und Gebirgszüge laden dazu ein, entdeckt zu werden.
Die Wüstenstadt Ghat ist das Tor zur Akkakus Region und zugleich Ausgangspunkt unserer Reise mit Expeditionscharakter, die Sie tief in den „größten Sandkasten der Erde“ führen wird. Die Felsbilder des Akkakus-Gebirges sind berühmt und inzwischen UNESCO-Welterbe. Entdecken Sie unterwegs den Felsbogen von Afzgar, alte Karawanenstädte wie Ghat und die Ruinen von Germa, einst Hauptstadt des Garamantenreichs und die faszinierenden Mandara-Wüstenseen. Ein Highlight der Extraklasse erwartet Sie dort: das Wadi Matkhandoush mit zahlreichen, uralten, Petroglyphen die Menschen und Tiere zeigen, die durch den Klimawandel vor über 5.000 Jahren verschwunden sind.
Highlights auf dieser Reise:
- Ubari (Hattia Pyramiden)
- Mandara-Wüstenseen
- Ghat (historische Altstadt)
- Afzgar Felsenbogen
- Wadi Tashwinat (Petroglyphen)
- Germa, einstige Hauptstadt des Garamantenreiches
Tourverlauf
1. Tag: Frankfurt – Tunis – Tripolis
Anreise nach Tunis. Treffen der Teilnehmer zum gemeinsamen Flug nach Tripolis und Weiterflug. Empfang durch den örtlichen Reiseleiter und Einreise. Anschließend Transfer zum Hotel. Nach einem ersten Briefing Ihres Reiseleiters Abendessen und Übernachtung im Hotel in Tripolis.
A
2. Tag: Tripolis – Sebha – Ubari (Hattia Pyramiden) – Maghidit (ca. 975 km)
Nach dem Frühstück Check-out im Hotel und Transfer zum Flughafen. Von hier aus Inlandsflug nach Sebha, rund 775 Km Südöstlich von Tripolis. Empfang am Flughafen und Weiterfahrt in die Oasenstadt Ubari (ca. 200 Km).In Ubari geht es in den Stadtteil Hattia mit seinen spektakulären Grabungsfunden und Pyramiden der Garmanten-Kultur. Archäologen legten hier in den 1930er- und 1950er-Jahren Pyramidengräber und Steinplattenzeichnungen der Garamanten frei, die vor mehr als 3.000 Jahren hier im Fessan sesshaft waren. Bisher wurden in Hattia 20 Pyramiden entdeckt. Die Oberflächen der aus Lehm- und Schlammziegeln gemauerten Grabbauten in Hattia sind heute stark erodiert, aber weisen erkennbare Ähnlichkeit mit denen in Gizeh auf.
Als lokale Macht beherrschten die Garamanten einst den frühen Transsaharahandel zwischen der Mittelmeerküste Libyens und dem Tschadsee. In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts nahmen sie das Christentum an, verloren jedoch mit dem Untergang Roms ihren wichtigsten Handelspartner. Anfang des 7. Jahrhunderts fiel das Garamantenreich im Zuge der islamischen Expansion zusammen.
In der Region Ubari sind rund 200.000 Gräber aus verschiedenen Perioden entdeckt worden. Berühmtester Fund ist die „Schwarze Mumie“, entdeckt im Jahr 1958 vom Forscher Fabrizio Mori. Der mumifizierten Körper eines 2 1/2-jährigen schwarzafrikanischen Jungen ist 5.500 Jahre alt, damit Hunderte von Jahren älter, als die erste bekannte ägyptische Mumie. Möglicherweise existierte also in jener fernen Vergangenheit bereits eine heute unbekannte Hochkultur im Herzen der libyschen Sahara. Auf jeden Fall aber eine Fernhandelsroute bis hin nach Ägypten.
Von Hattia geht es dann weiter bis nach nach Maghidit, wo das Zeltlager für die Nacht aufgeschlagen wird. Das Abendessen bereitet die erfahrene Küchen-Crew für Sie und es erwartet Sie nach Einbruch der Dunkelheit traditioneller süßer Tee und der beeindruckende Sternenhimmel über der Wüste Libyens. Übernachtung im Zel
F/M/A
3. Tag: Maghidit – Ghat
Nach dem Frühstück wird das Camp abgebaut und es geht weiter in Richtung des Akkakus-Gebirges in dessen Nordwesten sich der Wadi Meghidit befindet. In dieser Region treffen die Dünenfelder auf die Ausläufer des Gebirges. Felsformationen ragen wie Inseln aus dem Sand und sind der Erosion durch Sand und Wind ausgesetzt, die hier immer neue bizzare Formen erschaffen.
Meghidit wird von den Einheimischen deshalb auch auch „die Stadt der Geister“ genannt. Nach dem Mittagessen geht es von hier weiter in Richtung Ghat, einer uralten Karawanenstadt und dem Tor zum Akkakus Gebirge. Zugleich Ausgangspunkt zahlreicher Expeditionen. Einchecken im Hotel in Ghat. Abendessen und Übernachtung in Ghat.
F/M/A
4. Tag: Ghat – Afzgar Felsenbogen – Wadi Tashwinat
Ghat war lange eine bedeutende Station des Transsaharahandels. Er war auch ein wichtiges Handwerkszentrum, wobei vor allem die Schmiedewerkstätten mit ihren Schwertern große Bedeutung hatten. Durch seine abgelegene Lage an der Grenze zu Algerien befand sich Ghat kaum im Blickpunkt der Machthaber in Tripolis. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Libyen 2014 entwickelte sich Ghat mit seinen 15.000 Einwohnern zum Zentrum eines de facto eigenständigen Tuareg-Staates im Südwesten Libyens.
Ghat gliedert sich heute in ein Neubauviertel aus den 1980er Jahren und eine historische Altstadt in klassischer Lehmbauweise. Die Architektur ist eine Mischung afrikanischen und islamisch geprägten Stilen und lädt zum bummeln und fotografieren ein. Nutzen Sie die Gelegenheit und besichtigen sie die Lehmspeicherburg Ksar Jedid, die restauriert und in ein Museum umgewidmet wurde. Das Museum beherbergt heute eine Sammlung an Exponaten zur Geschichte und Kultur der Region und der Karawanenstadt. Von hier aus können Sie weiter zum Fort Ghat bummeln, das im 16 Jahrhundert im Zentrum der Stadt in massiver Steinbauweise errichtet wurde. Unser Tipp: Nutzen Sie die Aussicht vom Fort über die Altstadt, bevor es wieder zurück zu den Fahrzeugen geht.
Von Ghat aus startet dann der kleine Convoy dann die Expedition ins Akkakus Gebirge. Das Gebiet ist vor allem bekannt für seine Felsformationen und Petroglyphen. In Höhlen finden sich frühgeschichtliche Gravuren von Elefanten und Wasserbüffeln, aus einer Zeit, als das Klima hier wesentlich feuchter war. Der Erste Stopp im Gebirge ist am beeindruckenden Afzgar-Felsbogen. Er gilt als spektakulärste Felsformation der Region, geformt von Wind und Regen in tausenden von Jahren.
Weiter geht es dann zum Wadi Tashwinat mit seinen berühmten Petroglyphen. Die Felsenbilder hier gelten als „das Geschichtsbuch der Sahara“ und zeigen häufig Szenen aus der Periode der „Grünen Sahara“, ca. 7.000 bis 5.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Wilde Tiere wie Elefanten, Giraffen oder Krokodile sind ebenso dargestellt wie Menschen und Jagdszenen und legen Zeugnis ab über den Radikalen Klimawandel in der Region. Anhand von Bodenfunden konnten zahlreiche verschiedene Arten nachgewiesen werden, darunter Wildschweine, Gazellen, Hasen und Schildkröten, aber auch Haustiere wie Schafe, Ziegen und Esel. Heute wird das Zeltlager an diesem mystischen Ort im Herzen der Wüste errichtet.
Abendessen und Übernachtung im Zelt-Camp.
F/M/A
5. Tag: Wadi Tashwinat – Tlalent – Awies – Wadi Adad
Nach dem Frühstück und dem Zeltabbau geht die Expedition weiter tiefer hinein in das Akkakus-Gebirge. Die heutige Tagesetappe führt Sie zunächst zum Wadi Adad und dann weiter zum sogenannten „Finger-Felsen“, dem Namensgeber des Wadi, denn Adad ist in der Sprache der Berber das Wort für Finger.
In den 1850er Jahren waren hier Britische und Deutsche Forscher unterwegs um die Trans-Sahara Karawanenwege zu erkunden und das verschollene Reich der Garamanten zu finden. Darunter der Berliner Geograf Heinrich Barth, der als einziger seiner 1850 gestarteten Expedition die Strapazen überlebte. Auch eine 1853 gestartete Rettungsexpedition endete tragisch: Der Forscher und Astronom Eduard Vogel wurde für einen Spion gehalten und im Gebiet des heutigen Tschad getötet, da die lokalen Stämme um ihr Monopol im Trans-Sahara Handel fürchteten. Abendessen und Übernachtung im Zelt-Camp im Wadi Adad.
F/M/A
6. Tag: Wadi Adad – Wan Kaza – Germa
Heute verlässt unsere Expedition das Akkakus Gebirge und startet zu einer beeindruckenden Fahrt durch die Wüste zum Wadi Matkhendoush. Die Fahrt führt zunächst durch sandige Ebenen und dann durch das Sandmeer der der Wan Kaza Wüstenregion bis zum Flussbett des Wadi Matkhendoush.
Nach dem Mittagessen gibt es Gelegenheit einige der ältesten Petroglyphen der Welt zu erkunden. Diese finden sich u. a. an den Felsigen Ufern des Wadi und zeigen die Tierwelt, die einst hier beheimatet war. Darunter Elefanten in Lebensgröße, Giraffen und Krokodile. Einige Darstellungen zeigen nur Tiere, andere Gruppen verschiedener Tiere oder Menschen auf der Jagd. Die wohl bekannteste Darstellung zeigt zwei miteinander kämpfende Raubkatzen. Am Nachmittag setzen wir die Fahrt fort bis nach Germa, wo das Camp für die Nacht aufgeschlagen wird.
Abendessen und Übernachtung im Zelt.
F/M/A
7. Tag: Germa – Wüstenseen – Wadi Al-Hayat
Das heutige Germa (altgriechisch: Garame) ist eine antike Stadt und Namensgeber der Garamantenkultur, deren Siedlungsgeschichte bis 5.000 v. Chr. zurückreicht. Germa liegt etwa 40 Kilometer östlich von Ubari und gilt nach heutigem Stand der Forschung als die verschollene Hauptstadt der Garamantenreiches, nach der einst der glücklose Forscher Barth gesucht hatte.
Mit ihren Feldzügen der Jahre 197 bis 203 zur Erweiterung des Limes Tripolitanus erreichten die Römer die Hauptstadt und eroberten diese schließlich. Ihre Präsenz dort dauerte aber nur wenige Jahre. In der Mitte des 7. Jahrhunderts n.Chr. wurde der letzte Herrscher während der arabischen Invasion abgesetzt, die Stadt 669 von Umayyaden-General Uqba ibn Nafi erobert und schließlich auf Grund von Wassermangel im Mittelalter aufgegeben. Erhalten sind heute die weitflächigen Reste der Stadt in klassischer Lehmziegelbauweise, die Sie am Vormittag erkunden können.
Von der einstigen Hauptstadt der Garamanten, die als Ursprung der heutigen Berber gelten, geht es weiter durch das Dünenmeer nach Ubari und zu den dortigen Mandara-Wüstenseen, einem der Naturwunder Libyens. Mitten in einer schier endlosen Dünenlandschaft befinden sich mehrere von Palmen und Schilf umsäumte Süßwasserseen, die eine vage Vorstellung davon vermitteln, wie grün und fruchtbar diese Region einst war.
Es geht zunächst zum Gaberoun-See, der neben den Ruinen einer antiken Siedlung liegt und gute Fotomotive mit den umgebenden Dünen liefert. Wer mag, kann auch die Gelegenheit zum Baden in der Wüste nutzen. Weiter geht es dann zum Umm al-Maa See. Übersetzt „die Mutter des Wassers“. Der namengebende Mandara-See war mit 30 ha Größe der zweitgrößte der insgesamt sechs Wüsten-Seen. Mitte der 1990er-Jahre begann er allerdings auszutrocknen und präsentiert sich heute als ein ausgedehntes Schlammloch, das mit einer weißen Salzkruste überzogen ist.
Auch andere kleinere Teiche, wie die nördlich gelegenen Umm el-Rees und Freduha, trocknen zeitweise aus und sind nicht ganzjährig gefüllt. Unser Etappenziel heute ist das Desert Moon Resort, von dem es aus eine schöne Aussicht über das weite Dünenmeer der Ubari-Region gibt. Abendessen und Übernachtung im Resort.
F/M/A
8. Tag: Wadi Al-Hayat – Sehba – Tripolis
Nach der letzten Nacht unter dem Sternenhimmel der Sahara geht es vom Desert Moon Resort zum Flughafen in Sebha. Von hier aus geht Ihr Inlandsflug nach Tripolis. In Tripolis Transfer ins Hotel. Abendessen und Übernachtung in Tripolis.
F/M/A
9. Tag: Tripolis – Tunis – Deutschland
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug nach Tunis.
Weiterreise von Tunis nach Deutschland.
F
Legende:
F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen
Optional:
Verlängerung in Tripolis und Besuch von Leptis und Sabratha (auf Anfrage).
Gerne machen wir Ihnen hierzu ein unverbindliches Angebot.
Leistungen inklusive
- Flug in der Economy Klasse von Tunis nach Tripolis und retour mit Libyan Wings (Preisänderungen vorbehalten, Stand: Januar 2025)
- 9-tägige Rundreise laut Programm
- 2 Übernachtungen in ausgewähltem 3* Hotel Viktoria in Tripolis, Sterne nach Landeskategorie (oder ähnlich)
- 1 Übernachtung in ausgewähltem 3* Hotel in Ghat, Sterne nach Landeskat. (o.ä.)
- 1 Übernachtung im Desert Moon Resort im Wadi Al-Hayat
- 4x Zeltübernachtung in der Wüste
- Transfers laut Programm inkl. Flughafentransfers
- Englischsprechende professionelle und begleitende Reiseleitung in Libyen
- Verpflegung lt. Programm: 8× Frühstück, 7× Mittagessen, 8x Abendessen
- Eintrittsgelder laut Programm
- Akkreditierung aus Libyen für Visum
- Sicherungsschein der R+V Versicherung
- Reise und Länderinformationen Libyen.
Leistungen exklusive
- Internationale Flüge (gerne machen wir Ihnen hierzu ein tagesaktuelles Angebot)
- Einreisesteuer (aktuell 30,- USD, Stand: 12/2024)
- Trinkgelder für Reiseleiter und Fahrer
- Weitere Mahlzeiten und Getränke
- persönliche Ausgaben
- Reiseversicherungen
- Gebühren für Visum Libyen (ca. 65,- EUR, Stand: 01/2025).
- Optional: Gebühr und Einholung über Orientaltours: 120,- EUR
- Neu: eVisa möglich. Link: https://evisa.gov.ly/
Hinweise
- Internationale Flugverbindungen auf Anfrage. Gerne machen wir Ihnen hierzu ein tagesaktuelles Angebot.
- Für Libyen besteht aktuell eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes (AA). Stand: 01/2025.
- Info/Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/libyen-node/libyensicherheit/219624?view=
- Bei Buchung der Reise stellen Sie den Veranstalter von der Haftung frei!
- Bei Einreise müssen mindestens 1.000 Libysche Dinar (ca. 190,- EUR) an Barmitteln nachgewiesen werden können.
Diese Regelung ist nur proforma und wird nicht nachgehalten bei einer Veranstalterreise. - Wir weisen darauf hin, dass diese Reise leider NICHT für Reisende mit Mobilitätseinschränkung geeignet ist und
eine gewisse körperliche Ausdauer und festes Schuhwerk erfordert. - Die Museen in Libyen inkl. des Nationalmuseums in Tripolis sind z. Zt. geschlossen (Stand: 03/2025).
- Änderungen des Reiseverlaufs bleiben vorbehalten.
- Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours..
Übrigens:
Wir organisieren für Sie gerne auch ein individuelles Vor- oder Nachprogramm zu dieser Reise.
Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit!
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