Kirgistan – Reise zu den Schneeleoparden im Tienschan-Gebirge

Kirgistan – Reise zu den Schneeleoparden im Tienschan-Gebirge

16-tägige Orientaltours Wander – Reise in Kirgistan:

Kirgistan, auch Kirgisien genannt, zeichnet sich als Land voller kultureller und landschaftlicher Kontraste aus. Die Landschaft wird von imposanten Gebirgszügen, ausgedehnten Hochebenen und Steppen geprägt. Die Gebirgszüge des Tienschan erstrecken sich mit ihren schneebedeckten siebentausend Meter hohen Bergspitzen vom Norden Kirgistans nach Osten, entlang der Wüste Takla Makan.

Seit einigen Jahren betreibt der „NABU Kirgisistan“ mit Unterstützung des „NABU Deutschland“ ein einzigartiges Projekt zum Schutz des Schneeleoparden. Am Nordufer des Issyk Kul, des heiligen Bergsees der Kirgisen, wollen wir das Reha-Zentrum für Schneeleoparden besuchen. In dem weltweit größten Gehege dieser Art werden Tiere gepflegt, die von Wilderern konfisziert wurden um sie nach Möglichkeit wieder in die freie Natur auszuwildern. Direkt im Reha-Zentrum ist auch eine kleine Auffangstation für Greifvögel angeschlossen.

Auf verschieden Wanderungen in Höhenlagen zwischen 3000 und 3900 m wollen wir uns ein Bild vom natürlichen Lebensraum dieser Großkatze machen.

Highlights dieser Reise

  • Burana: historische Stadt an der Seidenstraße
  • UNESCO-Weltnaturerbegebiet Issyk Kul mit See
  • Besuch des Schneeleoparden-Rehabilitationszentrums
  • Wanderung im  Tienschan-Gebirge, dem Lebensraum des Schneeleoparden
  • Felszeichnungen von Tscholpon-Ata
  • historische Altstadt von Karakol mit orth. Holzkathedrale u. Dunganen-Moschee
  • Wildtierzentrum des „NABU Kirgisistan“
  • Filzherstellung und Filzmanufaktur Bokonbaewa
  • Felsformationen von Dshety Ögüz
  • ursprüngliches Nomadenleben am Song Köl
  • der gewaltige Töö-Aschuu-Paß

Tourverlauf

1. Tag:    Anreise

Gegen Mittag Abflug in Deutschland mit Turkish Airlines via Istanbul.

2. Tag:    Stadtbesichtigung Bischkek

Ankunft am frühen Morgen am Manas-Flughafen in der Haupstadt Bischkek. Einreise und Transfer zum Hotel. Heute steht die Besichtigung der Hauptstadt an. Zu Sowjetzeiten war Frunse (heute Bischkek) die grünste Stadt der UdSSR. Unzählige Parkanlagen lockern das Stadtbild auf und laden zum Flanieren ein. Wir wollen dem farbenfrohen Osch-Bazar besuchen. In seinem Gemisch aus Sowjetkultur und Orient gibt es auf dem Bazar viele interessante Details zu entdecken: Gewürzverkäufer, Reishändler und der Kunsthandwerkermarkt. Nach dem Mittagessen besteht die Möglichkeit, das Zoologische Museum zu besuchen, mit Überblick über die heimische Fauna. Abendessen in einer geschmackvoll gestalteten kirgisischen Teestube. Ü Hotel

3. Tag:    Der gewaltige Töö-Aschuu Paß und das Tschuj-Tal

Unsere Fahrt beginnt am frühen Morgen in Richtung Westen. Auf einer sehr gut ausgebauten Straße geht es zum Töö-Aschuu-Paß (ca. 3700 m NN), dem wirtschaftlich wichtigsten Paß des Landes. Der Tunnel stellt ein Meisterwerk sowjetischer Ingenieurkunst dar. Während der sehr langen Abfahrt passieren wir alle wesentlichen Klimazonen des Landes, angefangen von der Gletscherzone, über die alpinen und subalpinen Wiesen bis hin zu den Steppen. Unser Weg führt nach dem Paß durch die Suusamyr-Hochebene (2200-2500 m NN), welche im Norden von den 4000er-Gipfeln des Kirgisischen Alatoo und im Süden vom Suusamyr-Alatoo eingerahmt wird. Im Dorf Koshumkul besuchen wir ein einfaches, aber liebevoll gestaltetes Regionalmuseum, welches dem kirgisischen Recken Koshumkul gewidmet ist. Ziel ist ein abgelegenes Dorf in der Suusamyr-Hochebene. Ü: privates Gasthaus

4. Tag:    Über den Kara-Ketsche-Paß

Beeindruckende Hochgebirgslandschaften des Tienschan erwarten uns heute. Es geht durch die imposante Schlucht des Kökömeren. Unser Ziel der einmalige Song Köl, ein echtes Kleinod. Die Fahrt führt über den malerischen Kara-Ketsche-Paß (3300 m NN) in die weitläufige Song-Köl-Ebene, in deren Mitte sich der See (3016 m NN) befindet. In diese Hochebene (kirg.: Syrte), ziehen seit Jahrhunderten die kirgisischen Nomaden, um ihr Vieh zu weiden. Die Kirgisen sind eines der wenigen Völker Innerasiens, welche dieses Nomadentum auch noch heute praktizieren. Hier können wir einige Tage entspannen. Wir sind zu Gast bei unserem Freund Alymkul, der mit seiner Familie in jedem Frühjahr seine Jurte am Ufer des Sees aufstellt. Wir wohnen in den geräumigen Gästejurten. Ü: Jurte

5. Tag:    Im Naturreservat am Song Köl

Am Vormittag unternehmen wir in Begleitung unseres Biologen eine Wanderung im Uferbereich des Sees. Seit Jahren führt der „NABU Kirgisistan“ ein Monitoringprogramm für Vögel durch. Ein wichtiges Gebiet dieses Programms stellt dabei der Song Köl dar. Der See ist Brutplatz einiger seltener Arten, sowie ein wichtiger Rastplatz während des Frühjahrs- und Herbstzuges. Wir wollen uns ein Naturreservat im östlichen Seegebiet anschauen und dabei die Arbeit des NABU näher bringen.

Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Man kann Tagebuch schreiben, zuschauen, wie die Kirgisen Kumys (ein Nationalgetränk aus vergorener Stutenmilch) herstellen, einen Spaziergang am Ufer oder einen Ausritt unternehmen. Ü: Jurte

6. Tag:    Antiwilderereinheit „ Gruppa Bars“

Heute wollen wir eine Wanderung in die Berge des Moldo- Alatoo unternehmen. Ganz nach Ihren Bedürfnissen, Ihrer Kondition und dem Wetter kann die Wanderung entweder bis zum Mittag oder bis zum Nachmittag gehen. In den abgelegenen Bergen des Moldo-Alatoo kann man auf die seltenen Sibirischen Steinböcke und Himalaya-Königshühner treffen. In diesem Teil der Song Köl-Hochebene ist auch die „Gruppa Bars“ unterwegs. Die „Antiwilderereinheit  Gruppa Bars“ ist ebenfalls ein Projekt des „NABU Kirgisistan“. Sie stellt eine berittene Jagdaufsicht dar, welche zum Schutz bedrohter Arten wie Isabell-Braunbär, Bartgeier, Maral und Marco-Polo Schaf in den Bergen unterwegs ist und Wilderern das Handwerk legt. Diese Einheit hat in den vergangenen Jahren mehrere Schneeleoparden konfisziert, welche im Reha-Zentrum aufgenommen wurden.  Ü: Jurte

7. Tag:    Filzteppiche und Kunsthandwerk

Wir verlassen heute den See und wenden uns nach Nordosten in Richtung Issyk Kul. Der Issyk Kul See liegt im gleichnamigen Issyk-Kul-Oblast (Verwaltungsgebiet), durch den ein Großteil unserer Reise führt. Wegen seiner einzigartigen Natur und Landschaft wurde er im Jahre 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

Unseren ersten Stop legen wir in einer Kleinstadt ein, wo wir einen Familienbetrieb besuchen, welcher u. a. kirgisischen Silberschmuck herstellt. Unser Ziel am Nachmittag ist eine Filzmanufaktur direkt am See. Hier werden seit Jahrhunderten die berühmten Schyrdaks und Kijz (Filzteppiche) hergestellt. Man kann in der Manufaktur die Filzherstellung und das Zusammennähen der Teppiche beobachten und hauseigene Erzeugnisse erwerben. Ü: privates Gasthaus

8. Tag:    Wanderung über Enzian-Wiesen zum Gletscher

Heute steht ein weiteres Highlight der Reise an. Wir brechen früh mit dem Auto zu einer Hochebene auf, welche mit weitläufigen Blumenwiesen übersät ist. Hier findet man verschiedene Enzian-Arten und andere farbenfrohe Hochgebirgspflanzen. Mit etwas Glück kann man auf die scheuen Marco-Polo-Schafe stoßen, welche die Nahrungsgrundlage für Schneeleoparden darstellen. Auch Schneeleoparden kommen hier oben vor, sie zu sehen ist aber recht unwahrscheinlich. Von 3600 m NN starten wir unsere Wanderung zum Gletscher. Je nach Kondition und Zeitbudget besteht die Möglichkeit zu einer Wanderung bis zur Gletscherzunge, welche sich auf 3900 m NN befindet. (Tour ca. 5-6 Stunden). Die Alternative dazu ist 1-2 h am nahegelegenen See (ohne nennenswerte Höhenunterschiede) zu wandern. Danach erfolgt die Rückfahrt. Ü: privates Gästehaus

9. Tag:    Das „NABU Kirgisistan“-Wildtierzentrum und die Roten Felsen

Am Vormittag fahren wir weiter am Südufer des Issyk-Kuls entlang und machen einen Abstecher in den wohl bekanntesten Kurort Kirgistan, nach Dshety Ögüz (dt: sieben Ochsen). Neben seinen Heilquellen ist er auch für seine wunderbaren Felsformationen aus rotem Sandstein bekannt, welche sieben Ochsen darstellen. Viele kirgisische Mythen erzählen von diesem Ort. Unterwegs haben wir die Möglichkeit, bei Imkern echten kirgisischen Berghonig zu erwerben.

Am Nachmittag wollen wir uns das nächste Großprojekt des „NABU Kirgisistan“ anschauen. Seit 2004 unterhält er die einzige Einrichtung des Landes, wo man bedrohte Tierarten der Hochgebirge Mittelasiens aus nächster Nähe betrachten kann. Hier werden ebenfalls Tiere, welche durch die Gruppe „Bars“ konfisziert wurden, gepflegt und nach Möglichkeit wieder freigelassen. z. Z. sind sogar einige vom Aussterben bedrohte Arten wie Turkestanischer Luchs, Maral und Wüstenfalke untergebracht. Die Direktorin wird uns durch das Zentrum führen. Ü: einfaches Hotel in Karakol

10. Tag:    Eine Perle unter den Städten Mittelasiens: Karakol

Karakol ist eine einzigartige Stadt und zählt zu den Perlen Mittelasiens. Im Unterschied zu anderen Siedlungen, welche vom russischen Zaren im Mittelasien des 19. Jh. angelegt wurden, findet man in Karakol noch viele Zeugen dieser Zeit. Hier steht die einzige orthodoxe Kathedrale Kirgistans in Holzbauweise und die berühmte Moschee im Pagodenstil. Viele der alten russischen Blockhäuser, sogenannte Sruby, mit ihren liebevoll gestalteten Fensterläden, sind noch erhalten. Wir besuchen das sehenswerte Przhewalskij-Museum, welches dem großen Zentralasienforscher gewidmet ist. Er stand als erster europäischer Wissenschaftler vor den Toren Lhasas. Abends: Besuch einer kirgisischen Tschajchana (dt.: Teestube). Ü: einfaches Hotel in Karakol

11. Tag:    Leichte Wanderung in einer Gebirgsschlucht

Kurze Fahrt von Karakol zum Nordufer des Sees. Wir wollen eine leichte Wanderung im Gebirgszug des Kungej Alatoo unternehmen. Die Tour beginnt auf ca. 2500 m und folgt einem sehr seicht ansteigenden Pfad. Auch dieses Tal gehört zum Aktionsbereich der „Gruppa Bars“. Wir wollen heute eine Wanderung in einem Gebirgstal unternehmen, welche zum Einsatzgebiet von „Bars“ gehört, um eine Vorstellung von der Arbeit vor Ort zu erhalten. Ü: privates Gästehaus

12. Tag:    Das Schneeleopardenprojekt

Heute steht das Highlight der Reise an: Wir besuchen das Rehabilitationszentrum für  Schneeleoparden. Der Direktor des Zentrums wird uns persönlich seine Zöglinge vorstellen. Im Jahre 2009 erblickten hier die ersten in Gefangenschaft geborenen Schneeleoparden das Licht der Welt. Wir haben genügend Zeit, die Tiere, welche in einem über 10.000 m² großen Anlage untergebracht sind, zu beobachten. Am Nachmittag wollen wir uns das „NABU Kirgisistan“-Naturschutzgebiet direkt am Ufer des Sees anschauen. Der Grund für die Einrichtung dieses Reservates war der Schutz der Feuchtgebiete, Sanddorn-Wälder und weitläufiger Orchideenwiesen. Der uns begleitende Biologe erzählt etwas zur Bewirtschaftung und Management dieses Reservates. Ü: privates Gästehaus

13. Tag:    Die Felszeichnungen von Tscholpon-Ata

Direkt bei Tscholpon-Ata befindet sich eines der größten Steinfelder mit Felszeichnungen in Mittelasien. Imposant sind die dargestellten Jagdszenen mit Sibirischen Steinböcken. Über 600 Felszeichnungen gibt es hier zu bestaunen. Danach besuchen wir das Regionalmuseum, welches eine interessante archäologische Abteilung besitzt. Ü: privates Gästehaus

14. Tag:    Minarett und Ausgrabungsstätte Burana

Wir fahren von Tscholpon-Ata nach Tokmok (250 km). In der Nähe von Tokmok befindet sich die historische Stadt Burana, im Mittelalter eine Stadt an der Seidenstraße. Wir schauen uns das Freilichtmuseum mit Zeugnissen der Turkzeit (3. Jh. n. Chr.) sowie die Reste eines Minaretts aus der Karachanidenzeit (11.-13. Jh.) an. Vom Minarett aus hat man einen wunderschönen Blick über das weite Tschuj-Tal und die schneebedeckten Gipfel des Kirgisischen Alatoo. In der Nähe liegt der kirgisische Kurtort Issyk Ata, wo wir am Abend ein Bad im von heißen Quellen gespeisten Schwimmbecken nehmen können. Ü: einfaches Hotel in Issyk Ata

15. Tag:    Im Ala Artscha Nationalpark

Vor den Toren Bischkeks liegt das malerische Gebirgstal Ala Artscha. Wegen seiner reichhaltigen Fauna und Flora wurde er noch zu Sowjetzeiten zum Nationalpark erklärt. Zuerst schauen wir uns das Nationalpark-Museum an, wo die Tierwelt Kirgistans vorgestellt wird. Auf der anschließenden leichten Wanderung erkunden wir die Bergwälder und alpinen Matten im Schutzgebiet. Dabei begleitet uns wieder ein einheimischer Biologe und stellt uns die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt vor. Ü: einfaches Hotel in Bischkek.

16. Tag:    Abreise

Gegen 01.00 Uhr Fahrt zum Flughafen. Flug mit Turkish Airlines via Istanbul nach Deutschland. Ankunft in Deutschland am Vormittag.

Leistungen inklusive

  • Internationale Linienflüge in der Economy class mit Turkish Airlines inkl. Steuer Flughafengebühr, Kerosinzuschlag. Wir behalten uns gemäß §651 a Abs.3 und 4 vor, außerplanmäßige Preiserhöhungen, die aus diesem Bereich resultieren, an Sie weiter zu reichen.
  • 15 Übernachtungen: 6 x Hotel, 6x Privates Gästehaus, 3 X Jurte,
  • Vollverpflegung ab/bis Bischkek, ab 2. Tag inkl. Getränke
  • alle Transferleistungen
  • Reiseleitung: kirgisischer Biologe und Naturschutzexperte
  • lokaler deutschsprachiger Reisebegleiter und Dolmetscher
  • alle Eintrittsgelder laut Programm
  • Gebühren für Schutzgebiete und Nationalparks
  • Sicherungsschein der R+V Versicherung

Leistungen exklusive

  • Visumkosten inkl. Einholung
  • Trinkgelder
  • weitere Mahlzeiten
  • alkoholische Getränke
  • private Ausgaben

Hinweise

  • Ü in Jurten: 4-7 Personen,. Matratzen mit Bettzeug auf dem Teppich (keine Betten)
  • Ü in privaten Gästehäusern: nur Mehrbettzimmer
  • EZ möglich in Bischkek (2x), Karakol (2x), Issyk Ata (1x),
  • bei Wanderungen: Schwierigkeitsgrad leicht-mittel, Trittsicherheit und normale körperliche Verfassung sind Voraussetzung
  • Reitmöglichkeit am Song Köl: auch für Anfänger sehr zu empfehlen
  • eigener Schlafsack (bei Übernachtungen in Jurten von Vorteil)
  • Programmänderungen bleiben vorbehalten.
  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.

Übrigens:

Wir organisieren für Sie gerne auch ein individuelles Vor- oder Nachprogramm.

Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit!

Kirgistan Reisen

Termine 2019

Termine auf Anfrage
OT-KGZ-000-19

Preise pro Person

Auf Anfrage

Teilnehmerzahl

Mindestteilnehmerzahl
6 Personen
Maximalteilnehmerzahl
14 Personen

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Unsere Bürozeiten:

Von Mo. bis Fr. sind wir von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr gerne persönlich für Sie da.

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