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Indonesien – Mosaik der Völker

Zwischen Ahnen, Urwäldern und Korallenriffen: 18-tägige Indonesien-Expeditionsreise zu den Toraja in Sulawesi und Asmat in West-Papua, sowie nach Raja Ampat, vom 01.10.- 18.10.2027.  


Gehen Sie auf eine Zeitreise in eine der entlegensten und ethnologisch faszinierendsten Regionen im Osten Indonesiens. In eine Welt weitab von unserer modernen Zivilisation. Von Jakarta reisen Sie in den Süden Sulawesis, in das Toraja-Land und von dort nach West-Papua zu den geheimnisvollen Asmat. Am Ende erwartet Sie die paradiesische Inselwelt von Raja Ampat.

Ihre Erlebnisreise beginnt im historischen Jakarta, dem ehemaligen Batavia und einstigen Zentrum der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC). Von dort geht es in die Heimat der Toraja, die in Sulawesi eine weltweit außergewöhnliche Form der Ahnenverehrung pflegen, und dann tief in den Süden der Insel Neuguinea, in eine Region weitab unserer modernen Zivilisation.

Hier begegnen Sie einer der faszinierendsten indigenen Kulturen Melanesiens – einer Welt, die bis heute eng mit den Ahnen, den Flüssen und dem Wald verbunden ist und deren Geschichte bis ins 20. Jahrhundert auch von der Tradition der Kopfjagd geprägt war. Erleben Sie die Tänze, Gesänge und Zeremonien während des jährlichen Asmat-Festivals und den Aufenthalt bei den Einheimischen in einem Asmat Dorf. Die außergewöhnliche Holzschnitzkunst der Asmat ist weltweit berühmt und unter anderem auch im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen ist.

Am Ende der Reise erwartet Sie ein spektakuläres Schauspiel: die paradiesischen Inselwelten von Raja Ampat, eines der artenreichsten Meeresgebiete der Erde, mit türkisfarbenen Lagunen, tropischen Inseln, Korallenriffen und einer nahezu unwirklichen Landschaft aus Kalksteininseln.


Fotos: Archiv Orientaltours, Andrea Diefenbach, David Kirkland / Papua New Guinea Tourism Promotion Authority, Wikipedia Commons, pixabay.



Die Höhepunkte dieser außergewöhnlichen Expeditionsreise:

Historisches Jakarta – auf den Spuren des alten Batavia – besichtigen Sie Kota Tua, das koloniale Erbe der Stadt.

Zu Gast im Toraja-Land – erkunden Sie traditionelle Dörfer mit ihren kunstvoll verzierten Tongkonan-Ahnenhäusern und den charakteristischen Reisspeichern.

Auf den Spuren der Verstorbenen – begegnen Sie den geheimnisvollen Tau-Tau-Figuren, die über die Ahnen in spektakulären Felsgräbern wachen.

Zwischen Ritualen und Reisterrassen – erleben Sie die faszinierende Verbindung von Landschaft, Alltag und jahrhundertealten Traditionen der Toraja.

Besuch des Asmat-Festivals in Papua – tauchen Sie hautnah ein in traditionelle Tänze, Gesänge, Kanuzeremonien und die faszinierende Kultur der Asmat.

Begegnungen mit den Asmat – erfahren Sie mehr über die spirituelle Bedeutung von Ahnenfiguren und Bisj-Pfählen und die traditionelle Holzschnitzkunst.

Unterwegs im Land der Asmat – durchqueren Sie mit Motorbooten und Kanus entlegene Fluss- und Mangrovenlandschaften und erleben Sie den traditionellen Alltag der Dorfbewohner

Eine Nacht im Asmat-Dorf Per – übernachten Sie in einem Gemeinschaftshaus und tauchen Sie in das Leben der Asmat vor Ort ein.

Raja Ampat entdecken – erleben Sie spektakuläre Inselparadiese mit türkisfarbenen Lagunen, tropischen Inseln und eine der artenreichsten Unterwasserwelten unseres Planeten.



Tourverlauf:

1. Tag: Flug Frankfurt – Jakarta /+1

Flug in Eigenregie von Frankfurt (mit Singapur Airlines) über Singapur nach Jakarta um 21:40 Uhr.                     

2. Tag: Jakarta

Ankunft in Jakarta um 19:30 Uhr. Nach der Einreise treffen Sie Ihre lokale Reiseleitung und es erfolgt der Transfer in den historischen Westen der Stadt und zur Kota Tua, der Altstadt des ehemaligen Batavia. Ihr Hotel liegt mitten in diesem historischen Umfeld. Damit beginnt die Reise bewusst nicht in der modernen Mega-Metropole, sondern dort, wo die Geschichte der Stadt als einer der bedeutendsten Handelsplätze Südostasiens noch heute erlebbar wird.

Kota Tua war das Herz des kolonialen Batavia. Der Ursprung der Stadt reicht jedoch noch weiter zurück: Der Hafen Sunda Kelapa war bereits im 16. Jahrhundert ein bedeutender Handelsplatz des sundanesischen Königreichs. 1527 erhielt die Stadt den Namen Jayakarta. 1619 zerstörte Jan Pieterszoon Coen die bestehende Stadt und errichtete an ihrer Stelle Batavia als Zentrum der niederländischen VOC.  In ihrer Blütezeit war Batavia ein kosmopolitischer Schmelztiegel. Gewürze, Kaffee, Tee, Porzellan, Stoffe und andere Waren wurden hier aus dem gesamten Archipel und aus Asien zusammengeführt und über die VOC nach Europa verschifft. Die historische Altstadt mit ihren Kanälen, Lagerhäusern, Handelskontoren und kolonialen Gebäuden erzählt noch heute von dieser Epoche. Abendessen im Hotel.  Übernachtung im Hotel.

A

3. Tag: Old Batavia – Sunda Kelapa – Flug nach Makassar

Nach dem Frühstück beginnt die Entdeckung des historischen Jakartas. Bei einem Spaziergang durch Kota Tua erkunden Sie das Zentrum von Batavia. Rund um den heutigen Fatahillah-Platz stehen zahlreiche Gebäude aus der kolonialen Epoche. Das ehemalige Rathaus von Batavia aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute das Jakarta History Museum. Falls genügend Zeit ist, sehen Sie den alten Hafen Sunda Kelapa.

Zum Mittagessen geht es ins traditionsreiche Café Batavia, dessen Ambiente die Atmosphäre des alten Batavia besonders authentisch widerspiegelt.

Anschließend setzen Sie Ihre Reise nach Sulawesi fort. Transfer zum Flughafen und Flug nach Makassar. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel und Übernachtung.

F/M

4. Tag: Makassar – Pare Pare – Rantepao/Toraja (ca. 315 km, 6 Std.)

Heute reisen Sie weiter entlang der reizvollen Westküste Sulawesis ins faszinierende Toraja-Land im gebirgigen Süden der Insel mit seinen malerischen Landschaften mit tropischer Vegetation, Reisfeldern und eindrucksvollen Bergpanoramen. Unterwegs besuchen Sie Dörfer und erhalten Einblicke in die Lebensweise der 5 bis 7 Millionen Bugis, die bekannt sind für Ihre Händler und Seefahrerkultur in Süd Sulawesi. Die Bugis leben in auf Pfählen errichteten Häusern, die vielerorts zwischen Reisfeldern und an den Berghängen zu sehen sind. Einzigartig ihr traditionelles Gesellschaftssystem mit fünf Geschlechterrollen. Eine Sonderrolle nehmen dabei die Bissu ein, Schamane oder Priester, die den Kontakt zu Göttern und Ahnen halten. Die Bugis sind heute weitgehend islamisiert, bewahren aber teilweise noch ihre Traditionen aus vorislamischen Zeiten.

Gegen Mittag erreichen Sie Pare-Pare, eine mittelgroße Hafenstadt in reizvoller Lage zwischen Meer und Hügeln. Der Küstenort bietet Gelegenheit für eine erholsame Pause in einem Restaurant. Anschließend setzen Sie Ihre Fahrt durch das zunehmend gebirgige Landesinnere fort.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Rantepao in Tana Toraja. Eine Region, die vor allem für ihre außergewöhnlichen Begräbnisrituale, traditionellen Tongkonan-Häuser (Ahnen-Häuser) und die tief verwurzelte Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Ahnen bekannt ist. Für die Toraja endet die Beziehung zu einem verstorbenen Familienmitglied nicht mit dem Tod; die Verstorbenen bleiben Teil der Gemeinschaft und werden weiterhin in das spirituelle und familiäre Leben einbezogen. Diese besondere Form der Ahnenverehrung ist noch sichtbar bis heute in zahlreichen Ritualen, aufwendigen Begräbniszeremonien und in außergewöhnlichen Grabstätten der Region. Hotelbezug, der restliche Abend steht Ihnen dann zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel.

F/M

5. Tag: Tana Toraja Rundfahrt (ca. 100 km, ca. 3-4 Std.)

Am Vormittag besuchen Sie zunächst den Bolu-Markt, den traditionellen Büffelmarkt von Rantepao. Wasserbüffel besitzen in der Toraja-Kultur eine herausragende Bedeutung und spielen insbesondere bei traditionellen Begräbniszeremonien eine wichtige Rolle. Ganz in der Nähe in ca. 10 Km Entfernung, besuchen Sie verschiedene Grabstätten, die einen eindrucksvollen Einblick in die komplexe Bestattungskultur der Toraja und deren Vorstellung von Leben, Tod und dem Fortbestehen der Gemeinschaft über den Tod hinaus, vermitteln. In Suaya sehen Sie die historischen Gräber der königlichen Familie von Sangalla’, die in eine monumentale Felswand gehauen wurden. Vor den Grabkammern stehen kunstvoll geschnitzte Tau-Tau-Figuren, die die Verstorbenen symbolisch darstellen und als Abbilder der königlichen Ahnen über deren Gräber zu wachen scheinen.

Weiter geht es nach Lemo. Hier sehen Sie Grabkammern, die in eine schroffe Felswand eingelassen sind. Auf den davorliegenden Galerien stehen weitere schöne Beispiele für Tau-Tau-Figuren. In Kambira entdecken Sie schließlich eine der ungewöhnlichsten Begräbnisstätten der Toraja: die sogenannten Babygräber. Verstorbene Säuglinge wurden traditionell in eigens dafür ausgewählte Bäume gebettet. Die Vorstellung dahinter ist eng mit dem Glauben und der spirituellen Welt der Toraja verbunden.

Zum Mittagessen kehren Sie in einem lokalen Restaurant mit Blick auf die umliegenden malerischen Reisfelder ein. Am Nachmittag besuchen Sie Londa, eine natürliche Höhle, die als Grabstätte genutzt wird und weiter nach Kete Kesu, eines der bekanntesten traditionellen Toraja-Dörfer. Neben den charakteristischen 6 Tongkonan-Häusern und 12 Reisspeichern ist der Ort für seine kunstvollen Holzschnitzereien und seine traditionellen Gräber an Felswänden bekannt. Das Alter der Gräber wird teilweise auf rund 500 Jahre geschätzt und einige davon haben die Form von Booten, Büffeln oder Schweinen. Rückfahrt nach Rantepao und Übernachtung in Rantepao.

F/M

6. Tag: Tana Toraja-Rundfahrt (ca. 80 km, 3 Std.)

Heute setzen Sie Ihre Entdeckungsreise durch das Toraja-Hochland fort. Neben Begegnungen mit der traditionellen Lebensweise der Toraja erleben Sie heute die malerische Landschaft von Tana Toraja. Sie besuchen zunächst Bori. In Bori’ Kalimbuang stehen zahlreiche aufrecht gesetzte Megalithen (Menhire), die im Rahmen traditioneller Begräbniszeremonien zu Ehren Verstorbener errichtet wurden. Die Steine symbolisieren die Bedeutung und das Ansehen des Verstorbenen und seiner Familie und sind zugleich Ausdruck der tiefen Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Ahnen.  

Unterwegs Mittagspause in einem lokalen Restaurant. Der nächste Zischenstopp ist Pallawa. Das traditionelle Dorf ist für seine eindrucksvoll geschmückten Tongkonan-Häuser bekannt. Die charakteristisch geschwungenen Dächer und reich verzierten Fassaden sind zu einem Wahrzeichen der Toraja-Kultur geworden. Die Häuser sind nicht nur Wohngebäude, sondern besitzen für die jeweiligen Familien und Clans auch eine wichtige soziale und symbolische Bedeutung.

Weiter geht es dann nach Sa’dan, einem Zentrum der traditionellen Webkunst. Hier erhalten Sie Einblicke in die Herstellung der kunstvoll gefertigten Toraja-Textilien. Die Webtradition wird innerhalb der Familien weitergegeben und ist eng mit der kulturellen Identität der Region verbunden. Übernachtung im Hotel.

F/M

7. Tag: Rantepao – Palopo/ Bua Airport (ca. 80 km, 2 Std.) – Makassar

Heute verlassen Sie das Toraja-Hochland und fliegen von Palopo gegen Mittag zurück nach Makassar. Nach Ihrer Ankunft beziehen Sie Ihr Hotel. Zeit zum Entspannen und zur freien Verfügung, bevor Sie Ihre Reise in den frühen Morgenstunden nach Papua, ins Asmat-Land, fortsetzen.
Am Abend bietet sich ein Spaziergang entlang der berühmten Losari-Uferpromenade an, die insbesondere bei Sonnenuntergang einen schönen Blick auf die Makassarstraße bietet. Gegen Mitternacht erfolgt der Transfer zum Flughafen.

F/A

8. Tag: Timika – Ewer – Agats: Ankunft im Land der Asmat

Sie haben zwei Füge von Makassar nach Timika und weiter nach Ewer vor sich. Hier beginnt am Vormittag der eigentliche Expeditionscharakter der Reise im Boot. Von Ewer aus geht es ca. 30 Min. mit dem Motorboot zunächst entlang der Küste des Arafurameeres, einer flachen, von Gezeiten, Flussmündungen, Mangroven und Feuchtgebieten geprägten Küstenregion und dann weiter auf dem Asewet River in das Land der Asmat. Das heutige Siedlungsgebiet der Asmat umfasst rund 26.000 km² und gehört zur Provinz Papua Selatan.

Agats ist die Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks. Die Stadt ist keine klassische Tourismusdestination. Sie liegt in einem riesigen Fluss- und Sumpfgebiet, in dem Wasserwege seit jeher die natürlichen Verkehrsadern bilden. Straßen, wie wir sie aus Europa kennen, spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Holzstege und Plankenwege verbinden Teile der Stadt – daher auch der Beiname „Kota Seribu Papan“, die „Stadt der tausend Bretter“.

Am Nachmittag unternehmen Sie einen Spaziergang zum Dorf Syuru und besuchen das Asmat Museum of Culture and Progress. Das Museum wurde 1973 gegründet und versteht sich als Ort, an dem die Asmat ihre eigene Geschichte und kulturelle Identität bewahren und an jüngere Generationen weitergeben können. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 2.000 Objekte aus verschiedenen Teilen des Asmat-Gebiets, darunter viele Objekte, die uns einen unmittelbaren Zugang zur komplexen religiösen und sozialen Welt der Asmat bieten.
Durch ihre außergewöhnliche Kunst wurden die Asmat auch im Westen zunehmend bekannt. Zu ihren bedeutendsten Sammlern gehörte Michael Rockefeller, der zweimal in die Asmat-Region reiste, um Kunstwerke und Informationen über die Kultur zu sammeln. Seine zweite Expedition endete tragisch: Im November 1961 verschwand Rockefeller nach einem Bootsunglück vor der Asmat-Küste und gilt seither als verschollen.Ein großer Teil der von ihm zusammengetragenen Kunstwerke befindet sich heute in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York. Übernachtung im Hotel in Agats.

F/M/A

9. Tag: Das Asmat Festival – Kunst, Ahnen und lebendige Tradition

Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch des Asmat Pokman Festivals in Agats. Die jährlich stattfindende Kulturveranstaltung erstreckt sich über verschiedene Veranstaltungsorte, darunter den zentralen Yos-Sudarso-Platz, das Asmat Museum und das traditionelle Rumah Adat Jew im nahe gelegenen Dorf Syuru.

Die Asmat gehören zu den bekanntesten indigenen Bevölkerungsgruppen Westneuguineas und sind berühmt für ihre außergewöhnlichen Holzschnitzereien. Ihre Masken, Schilde, Trommeln, Figuren und die monumentalen Bisj-Pfähle gehören zu den eindrucksvollsten Kunstformen Ozeaniens. Dabei ist der Begriff „Kunst“ eigentlich zu kurz gegriffen, denn ihre traditionellen Holzschnitzereien haben auch eine soziale und spirituelle Funktion. Besonders eindrucksvoll sind die Bisj oder Ahnenpfähle. Sie werden aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt und können mehrere menschliche Figuren darstellen. Bei Zeremonien erinnern sie an Verstorbene und sollen dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Lebenden und den Ahnen sowie das spirituelle Gleichgewicht der Gemeinschaft zu bewahren. Während des Festivals erleben Sie traditionelle Tänze, Gesänge, Kanuzeremonien, die berühmte Schnitzkunst und Vorführungen traditioneller Handwerkstechniken.  Übernachtung im Hotel.

Hinweis:
Das Asmat-Festival wird von der lokalen Verwaltung in Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Institutionen und kulturellen Trägern organisiert; der genaue Termin steht wenige Wochen vor Beginn fest, das genaue Programm wird meist erst wenige Tage zuvor veröffentlicht. In den vergangenen Jahren fand das Festival im Zeitraum unseres geplanten Aufenthalts bei den Asmat statt. Je nach endgültigem Programm muss ggf. der Reiseablauf vor Ort angepasst werden.
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F/M/A

10. Tag: Mit dem Motorboot nach Per – Begegnungen in einem Asmat-Dorf

Früher Aufbruch mit dem Motorboot. Etwa 1,5 Stunden Fahrt durch die Fluss- und Küstenlandschaft zum Dorf Per. An der Flussmündung erwarten uns Angehörige der lokalen Asmat-Gemeinschaft und begleiten uns in ihr Dorf. Hier erhalten Sie einen guten Einblick in das Leben der Dorfgemeinschaft. Im Mittelpunkt steht die Bisj-Tradition. In der Asmat-Welt markieren Tod und Trauer nicht einfach das Ende eines Lebens, sondern einen Übergang, der auch für die Gemeinschaft Konsequenzen hat. Die mit den Bisj-Pfählen verbundenen Zeremonien stehen dabei in engem Zusammenhang mit der Erinnerung an die Verstorbenen und der Wiederherstellung des sozialen und spirituellen Gleichgewichts der Gemeinschaft.

Die Übernachtung erfolgt heute im Gemeinschaftshaus des Dorfes bei einer lokalen Familie. Der verfügbare Komfort ist dabei bewusst sehr einfach und authentisch gestaltet. Ein einfacher Schlafplatz, gemeinschaftlich mit ihren Mitreisenden, schlichte sanitäre Einrichtungen und die rudimentäre Infrastruktur vermitteln den ungeschönten Alltag der Dorfgemeinschaft. Sie sind Gast einer Gemeinschaft und erleben heute das Leben dort nicht aus der Distanz eines komfortablen Hotels. Mahlzeiten und Übernachtung im einfachen Dorfgemeinschaftshaus.

F/M/A

11. Tag: Per – Alltag am Fluss – Agats             

Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Begegnung mit den Bewohnern des Dorfes. Je nach Gezeiten und Bedingungen vor Ort besteht die Möglichkeit, die Bewohner beim Fischen undbeim Fang von Garnelen zu begleiten. Dabei wird schnell klar, wie eng das Leben der Asmat mit der Natur verbunden ist. Eine besondere Rolle spielen dabei die Sagopalmen. Sago ist bis heute in vielen Regionen Neuguineas eines der wichtigsten traditionellen Grundnahrungsmittel. Die aus dem Mark der Sagopalme gewonnene Stärke bildet einen wichtigen Bestandteil zahlreicher Gerichte der traditionellen Küche der Asmat.
Nach dem Mittagessen verabschieden sich von den Asmat und treten mit dem Motorboot die Rückfahrt nach Agats an. Am Abend erwartet Sie dann wieder deutlich mehr Komfort als in Per. Abendessen in einem lokalen Restaurant und Übernachtung im Hotel.

F/M/A

12. Tag: Abschied vom Asmat-Land – Agats – Ewer – Timika

Zeitiger Aufbruch nach dem Frühstück. Mit einem motorisierten Kanu geht es heute zurück nach Ewer. Noch einmal führt die Route durch jene außergewöhnliche Landschaft, die das Asmat-Gebiet prägt: breite Flussläufe, Mangroven, Schlickflächen, Inseln und eine scheinbar grenzenlose Wasserlandschaft. Der Rückweg macht erneut eindrucksvoll bewusst, wie isoliert und weitab der modernen Zivilisation viele Dörfer der Asmat tatsächlich liegen.

Von Ewer fliegen Sie dann weiter nach Timika. Nach den intensiven Tagen im Asmat-Gebiet haben Sie hier freie Zeit zum Entspannen oder für Entdeckungen auf eigene Faust, bevor Sie morgen Ihre Reise nach Raja Ampat fortsetzen. In der Umgebung des Hotels bietet sich z.B. ein Spaziergang an, der Besuch lokaler Geschäfte oder eines Cafés.
Übernachtung Im Hotel.

F/M/A

13. Tag: Timika – Sorong – Raja Ampat – Friwen           

Zeitiges Frühstück und Transfer zum Flughafen von Timika, für Ihren Flug nach Sorong und anschließend weiter nach Raja Ampat. Bei der Ankunft in Sorong, dem Tor zu Raja Ampat, erwartet Sie der Fahrer Ihres Resorts.

Transfer per Fähre zur Insel Waisai und dann Weiterfahrt per Boot zu Ihrem Resort. Genießen Sie während der Überfahrt die paradiesische Inselwelt von Raja Ampat.

Am Nachmittag erreichen Sie mit dem Boot ihre traumhaft gelegene Unterkunft. Hier erwartet Sie in den nächsten Tagen Entspannung und Freizeit auf einer kleinen Trauminsel. Sie können hier u.a. Schwimmen und Schnorcheln gehen, direkt vor Ihrem Zimmer. Abendessen und Übernachtung im Resort.

F/A

14. Tag: Raja Ampat   

Willkommen in Raja Ampat – eine Welt aus smaragdgrünen Inseln und türkisfarbenen Lagunen. Vor der Westspitze Neuguineas gelegen, erstreckt sich der aus Hunderten Inseln bestehende Archipel über eine Meereslandschaft, die über Millionen von Jahren durch geologische Prozesse geformt wurde. Die bizarren Kalksteinformationen, bewaldeten Inseln und versteckten Buchten verleihen Raja Ampat einen unverwechselbaren Charakter. Hier verbindet sich unberührte Natur mit einer der artenreichsten Unterwasserwelten unseres Planeten – mit farbenprächtigen Korallenriffen, unzähligen Fischarten und einer außergewöhnlichen Vielfalt an Meereslebewesen.
Zwischen einsamen Stränden, üppigem Dschungel und traditionellen Inselgemeinschaften eröffnet sich dem Besucher eine Landschaft von außergewöhnlicher Ursprünglichkeit und paradiesischem Flair. Entdecken Sie die einzigartige Unterwasserwelt, entspannen Sie am Strand oder erkunden Sie die tropische Natur „Ihrer“ Insel. Mit Ihrem lokalen Begleiter unternehmen Sie heute auch einen Inselausflug und besuchen ein nahegelegenes Dorf.
Übernachtung im Resort.

F/A

15. Tag: Raja Ampat – Zeit für Meer und Inseln                

Genießen Sie heute nochmal die einzigartige Unterwasserwelt, entspannen Sie am Strand und entdecken Sie die Inselwelt auf einem privaten, geführten Bootsausflug.
Übernachtung im Resort.

F/A

16. Tag: Raja Ampat – Sorong 

Abschied vom Resort und nach dem Frühstück Bootstransfer nach Waisai. Von hier geht es weiter mit der Fähre nach Sorong – einer Stadt zwischen geschäftigen Märkten und quirligem Hafenleben.
Ankunft in Sorong am Nachmittag.
Es bleibt Ihnen noch Zeit zur eigenen Gestaltung zur Verfügung. Etwa für einen Spaziergang zum nahen Hafen Rakyat oder für den Besuch eines typischen Nachtmarktes. Übernachtung im Hotel.

F

17. Tag: Sorong – Jakarta – Frankfurt   /+1

Am Morgen besuchen Sie  den Varirata National Park, der mit 1.000 Hektar und über 800 Metern Höhe als Naturpark eine wichtige Sehenswürdigkeit der Stadt darstellt.
Im Anschluss Fahrt zum Flughafen für Ihren Rückflug bzw.
Weiterflug in die Heimat in Eigenregie.

F

18. Tag: Ankunft in Frankfurt

Ankunft in Deutschland um 06:40 Uhr.

Legende:

F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen


Leistungen inklusive

  • Erlebnisrundreise Indonesien mit Expeditions-Charakter für den Reiseteil im Dorf der Asmat
  • 13 Übernachtungen in Jakarta, Sulawesi und West-Neuguinea in den genannten Hotels o.ä.,
  • 1 Übernachtung im einfachen Gemeinschaftshaus in Per im Asmat-Dorf   
  • 7 Inlandsflüge mit lokalen indonesischen Airlines in der Economy Klasse: Jakarta-Makassar; Makassar-Timika-Ewer; Ewer-Timika- Sorong, Sorong-Jakarta                                                       
  • Verpflegung lt. Programm (15x Frühstück, 9x Mittagessen, 10x Abendessen), Wasser bei den Mahlzeiten
  • Transfers und Überlandfahrten mit Kleinbussen
  • Fähre und Boots-Transfer zum Resort in Raja Ampat  
  • alle Eintrittsgelder und Gebühren lt. Programm                
  • Special Permits für den Besuch von Papua
  • Geführte englischsprachige Tour im Toraja Land in Sulawesi und bei den Asmat in West Papua
  • Teilnahme am Asmat-Festival
  • Lokale Aktivitäten laut Programm
  • Fahrten mit dem Motorkanu nach Programm 
  • Sicherungsschein der R+V Versicherung
  • Reise- und Länderinformationen Indonesien.


Leistungen exklusive

  • Visum on Arrival für Indonesien, 500.000 IDR, ca. 25,- EURO
  • oder eVisum:  The Official eVisa website for Indonesia
  • Internationale Flüge Deutschland – Jakarta – Deutschland bieten wir gerne auf Anfrage an! 
  • Weitere Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder für Reiseleiter und Fahrer
  • Reiseversicherungen
  • persönliche Ausgaben.


Hinweise

  • Auf dieser Reise tauchen Sie tief in eine andere Welt und fremde Kulturen ein. Wir empfehlen Ihnen daher, sich vor der Reise mit dem Land und den indonesischen Inseln Sulawesi, West-Papua und Irian Jaya etwas näher zu beschäftigen, um den Menschen vor Ort und der Natur unvoreingenommen begegnen zu können. Viele unterschiedliche Traditionen der nationalen Bevölkerung prallen mit den neuen „modernen“ Gesellschaftsformen aufeinander.
  • Aus diesem Grund ist es besonders wichtig die lokalen Sitten und Bräuche zu respektieren und zurückhaltend und freundlich aufzutreten. Insbesondere die Reise zu den Asmat Dörfern ins Innere West-Neuguineas besitzt Pioniercharakter, da die ländlichen Regionen keine oder nur sehr wenig Infrastruktur besitzen und über Wasserwege statt Straßen erreichbar sind. Sie sollten daher während der Reise bereit sein, in der Asmat-Region kurzzeitig auf Komfort zu verzichten und auch in Betracht ziehen, einmal improvisieren zu müssen, da die Unterkünfte dieser Region nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar sind.
  • Für Indonesien gibt es aktuell weder eine Teilreisewarnung noch eine Reisewarnung (Stand: 13.10.2026). Jedoch wird vor „nicht unbedingt erforderlichen Reisen“ in sechs Provinzen gewarnt, zu denen auch die Insel Papua zählt.
  • Änderungen des Reiseverlaufes bleiben vorbehalten.
  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.


Kulturelle Besonderheiten

Auf dieser Reise tauchen Sie tief in eine andere Welt und eine fremde Kultur ein. Wir empfehlen Ihnen daher sich vor der Reise mit dem Land Papua-Neuguinea etwas näher zu beschäftigen, um den Menschen vor Ort und der Natur unvoreingenommen begegnen zu können.

Viele unterschiedliche Traditionen der nationalen Bevölkerung prallen mit den neuen „modernen“ Gesellschaftsformen aufeinander. Die lange Zeit isoliert lebenden Menschen sehen sich zunehmend mit den Problemen, die diese Entwicklung mit sich bringt konfrontiert. Diese werden von Ihnen oft als wesensfremd und störend empfunden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig die lokalen Sitten und Bräuche zu respektieren und zurückhaltend aufzutreten.

Jede Reise ins Innere Papua-Neuguineas besitzt Pioniercharakter, da fast alle Landesteile, außer den bewohnten Küstengebieten, keine oder nur sehr wenig Infrastruktur besitzen. Sie sollten während der Reise bereit sein auf Komfort zu verzichten und auch in Betracht ziehen einmal improvisieren zu müssen.
Die Hotels und der Service sind nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar. Besonders die Gästehäuser am Sepik sind sehr einfach, zum Teil ohne Duschen/ Sanitäranlagen. Papua Neuguinea hat wenig Tourismus und eine andere Mentalität und Einstellung. Ein gewisses Maß an Geduld ist erforderlich. Belohnt werden Sie mit unvergesslichen Eindrücken, wunderschöner Natur und spannenden Kulturen auf dieser wunderschönen Reise.

Übrigens:

Wir organisieren für Sie gerne ein individuelles Vor- oder Nachprogramm zu dieser Reise. 

Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit. Wir beraten Sie gerne!

Photographs by Orientaltours, PNG Tourist Authority and David Kirkland

Termin


01.10.2027 –18.10.2027

OT-IDN-001-27

Preise


pro Person im Doppelzimmer:

8.965,- €

Einzelzimmerzuschlag:

1.185,- €

Teilnehmeranzahl


Mindestteilnehmeranzahl

4 Personen

Maximalteilnehmerzahl

8 Personen