Afghanistan-Reise: Unterwegs am Hindukusch
16-tägige Abenteuerreise durch Afghanistan. Kleingruppen-Sonderreise.
Afghanistan, seit Jahrzehnten von Konflikten und politischen Umbrüchen geprägt, ist nun ein theokratisches Khalifat und wird von den Taliban regiert, die strenge islamische Regelwerke innerhalb der Gesellschaft anwenden. Gleichzeitig ist die internationale Isolation etwas aufgeweicht worden und der Zustrom von Touristen durch die bessere Sicherheitslage im Land angestiegen.
Kulturhistorisch und landschaftlich punktet Afghanistan durch seine ganz und gar unpolierte Präsenz, und viel Authentizität, die sich nicht nach touristischen Vorlieben richtet, sondern ist wie sie ist.
Wer sich auf diese Reise begibt, tut gut daran sich auf die Besonderheiten des Landes einzustellen und ein gutes Maß an Toleranz und Flexibilität im Gepäck haben. Neu und ganz einfach ist nun das afghanische E-Visum bequem vorab in der Heimat über ein Portal zu erhalten und erleichtert die Einreise nach Kabul.
Unterwegs auf der asphaltierten Ring Road sehen Sie neben der Metropole Kabul, die Städte: Mazar-e Sharif, Kandahar und Herat, urige Dörfer, Bazare und eine Bevölkerung, die bisher wenig oder gar keinen Kontakt mit Touristen hatte. Sie erleben ein authentisches Land mit prachtvollen Moscheen, Zitadellen und dramatischer Landschaft mit den ehemaligen Buddha Statuen im malerischen Bamyian-Tal sowie den türkisblauen Seen im Band-e-Amir Nationalpark. Machen Sie sich bereit für ein Abenteuer, das Einblicke in eine unbekannte Welt ermöglicht und zu Menschen führt, die trotz aller Widrigkeiten ihre Gastfreundschaft und Hoffnung bewahrt haben.
Hinweis:
Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes (Stand: 04/2026).
UNESCO-Welterbestätten und Höhepunkte auf dieser Reise:
- Blaue Moschee in Mazar-e-Sharif
- Markt in Aqcha
- Besuch in Balch
- Bamiyan-Tal
- Stadt Herat
- Pandschschir-Tal
- Besuch in Kandahar.
Tourverlauf
1. Tag: Heimatflughafen – Istanbul – Kabul
Flug von Ihrem Heimatflughafen nach Kabul mit Turkish Airlines. Zwischenstopp mit Umstieg in Istanbul. Am nächsten Tag Ankunft in Kabul und erledigung der Einreiseformalitäten.
2. Tag: Kabul
Treffen mit dem Reiseleiter und Transfer zum Hotel. Ruhepause und Frühstück im Hotel. Heute tauchen Sie direkt ein in das Herz Afghanistans: Kabul, mit rund fünf Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes, zugleich politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Eingebettet zwischen kargen Bergen und durchzogen von staubigen Straßen ist Kabul eine Stadt voller Kontraste, gezeichnet von Jahrzehnten der Zerstörung, aber auch von einer tiefen kulturellen Vergangenheit und dem ungebrochenen Lebenswillen ihrer Menschen
Frisch gestärkt geht es zum Stadtrundgang in der Hauptstadt und zu einem der belebten Basare. Der bekanntesten Basar in Kabul ist der sogenannte „Chicken Street Bazaar“. Trotz seines ungewöhnlichen Namens ist die Chicken Street berühmt für ihr vielfältiges Angebot an Antiquitäten, traditionellem afghanischem Kunsthandwerk und Schmuck. Hier bietet sich auch der Geldumtausch an. Rückfahrt zum Hotel in Kabul.
Abendessen und Übernachtung im Hotel.
F/A
3. Tag: Kabul – Bamiyan (ca. 180 km, 6-8 Std.)
Nach dem Frühstück verlassen Sie Kabul und brechen auf in Richtung Bamiyan, eine der faszinierendsten Regionen Zentralafghanistans. Die Route führt über den hoch gelegenen Hajigak-Pass, der sich in rund 3.700 Metern Höhe durch das zerklüftete Hochland windet. Auf dem Weg eröffnen sich immer wieder weite Panoramablicke über einsame Bergtäler, schroffe Felslandschaften und karge Hochebenen. Eine Reise durch das raue, aber atemberaubend schöne Herz des Landes.
Am Nachmittag erreichen Sie Bamiyan, Zentrum der gleichnamigen Provinz und Heimat der ethnischen Hazara, einer schiitischen Minderheit mit mongolischer Abstammung, die kulturell und historisch eng mit der Region verbunden ist. Bamiyan war einst ein bedeutender Knotenpunkt auf der Seidenstraße und ein Zentrum des Buddhismus in Zentralasien.
Sie besuchen die berühmten Buddha-Nischen, in denen einst zwei monumentale Buddha-Statuen standen, bis zu 55 Meter hoch, im 6. Jahrhundert aus dem Fels gehauen. Obwohl die Statuen 2001 von den Taliban zerstört wurden, sind die leeren Nischen und umliegenden Höhlen ein kraftvoller Ort des Gedenkens. Sie erinnern an ein reiches kulturelles Erbe, das über Jahrhunderte hinweg Reisende, Händler und Pilger aus der gesamten Region anzog. Anschließend besichtigen Sie die mystischen Ruinen von Shahr-e-Gholghola – der „Stadt der Schreie“. Diese befestigte Stadt aus dem 12. Jahrhundert wurde während der mongolischen Invasion zerstört und thront heute als steinerne Erinnerung über dem Tal. Weiterfahrt und Übernachtung in Bamiyan.
F/M/A
4. Tag: Bamiyan und Band-e-Amir Nationalpark (ca. 150 km, 5-6 Std.)
Heute steht ein echtes Naturhighlight auf dem Programm: der Band-e-Amir Nationalpark, rund 75 Kilometer westlich von Bamiyan gelegen. Nach dem Frühstück fahren Sie durch das stille, weitläufige Hochland Zentralafghanistans, vorbei an markanten Felsformationen und kleinen Dörfern, die sich scheinbar zeitlos in die weite Landschaft schmiegen. Band-e-Amir ist nicht nur Afghanistans erster Nationalpark (seit 2009), sondern auch eines der spektakulärsten Naturwunder des Landes. Auf über 3.000 Metern Höhe liegen hier sechs tiefblaue Seen, die auch als Band-e-Amir-Seenkette bekannt sind .
Diese Bergseen, die durch natürliche Travertin-Dämme voneinander getrennt sind, entstanden durch mineralhaltige Quellen, die über Jahrtausende hinweg bizarre Kalksteinformationen gebildet haben. Eingerahmt von steilen Felswänden, in völliger Stille, wirkt Band-e-Amir fast surreal, ein Ort von seltener Schönheit und spiritueller Kraft, der auch bei der lokalen Bevölkerung als heiliger Ort gilt. Wer möchte, kann entlang der Ufer spazieren, fotografieren oder einfach nur die Aussicht genießen. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Bamiyan.
Abendessen und Übernachtung in Bamiyan.
F/M/A
5. Tag: Bamiyan - Kabul – Flug nach Mazar-e-Sharif
Am Morgen beginnt Ihre Fahrt von Bamiyan zurück nach Kabul, eine letzte Gelegenheit, das eindrucksvolle afghanische Hochland in seiner ganzen Weite zu erleben. Von dort Flug um 16:00 Uhr, nach Mazar-e-Sharif, der viertgrößten Stadt Afghanistans und kulturellen Zentrum der Region. Die Region Balkh ist eine der historisch bedeutendsten Provinzen und liegt an der Grenze zu Usbekistan und Tadschikistan. Der Name „Mazar-e-Sharif“ bedeutet „edles Mausoleum“, ein Hinweis auf die tiefe religiöse Bedeutung der Stadt, die seit Jahrhunderten Pilger aus ganz Afghanistan anzieht.
Sie starten die Besichtigungen mit dem bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: der Blauen Moschee, auch bekannt als das Schrein Heiligtum von Hazrat Ali. Mit ihren leuchtend türkisfarbenen Kacheln, kunstvollen Mosaiken und weitläufigen Innenhöfen zählt sie zu den eindrucksvollsten Bauwerken des Landes. Der Legende nach befindet sich hier das Grab von Ali ibn Abi Talib, dem Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed, ein Ort tief verwurzelter Verehrung, um den sich Glauben, Geschichte und Mythos ranken (die Moschee ist nur von außen zu besichtigen).
Im Anschluss besuchen Sie den Basar von Mazar in der Nähe der Moschee. Zwischen Teppichen, Gewürzen, Seidenstoffen und Töpferwaren erleben Sie die Vielfalt des nordafghanischen Alltags. Besonders spürbar ist hier die ethnische Mischung der Region: Neben Tadschiken und Paschtunen leben hier auch viele Usbeken und Hazara, ein Spiegel der kulturellen Vielfalt Afghanistans.
Übernachtung in Mazar-e-Sharif.
F/M/A
6. Tag: Mazar-e-Sharif – Aqcha – Balch – Mazar-e-Sharif (ca. 120 km, 2–3 Std.)
Ausflug in eine der traditionellsten Regionen Nordafghanistans: Aqcha, rund 80 Kilometer westlich von Mazar-e-Sharif gelegen. Die Kleinstadt ist ein Zentrum der afghanischen Turkmenen, einer ethnischen Minderheit, die für ihre starke Stammeskultur, ihre nomadischen Wurzeln und vor allem ihre meisterhafte Teppichknüpfkunst bekannt ist. Hier entstehen handgeknüpfte Teppiche von außergewöhnlicher Qualität, gefertigt nach alten Mustern, die über Generationen weitergegeben wurden. In kleinen Werkstätten und Familienbetrieben erleben Sie, wie aus gesponnener Wolle, pflanzlichen Farbstoffen und viel Geduld kunstvolle Teppiche mit geometrischen Motiven und leuchtenden Farben entstehen.
Montags findet hier in Aqcha auch ein lokaler Markt statt, auf dem sie die Gelegenheit haben die einheimische Bevölkerung authentisch zu erleben.
Dann geht es weiter in die ehemalige Hauptstadt Baktriens nach Balch, die wahrscheinlich älteste Stadt des Landes. Einige islamische Quellen führen die Gründung von Balch auf den biblischen Noah zurück, der nach der großen Flut den Grundstein legte. Die Stadt ist zudem die Geburtsstadt von Zarathustra, dem Gründer der ersten monotheistischen Religion, die noch heute von Gläubigen weltweit praktiziert wird.
Balch war einst die letzte Bastion der Perser gegen die Griechen und später der Ort, an dem sich Alexander der Große und Roxane vermählten und so afghanisches Blut in die königliche Linie kam. Nach Alexanders Tod blieb Balch das Zentrum Greco-Baktrischer Dynastien. Auch unter den Arabern florierte die Stadt weiter. Erst nach der Verwüstung durch die Mongolen begann der Niedergang der Stadt. Sie besichtigen die Altstadt, die Festung und die wichtigsten Moscheen.
Nachmittags kehren Sie wieder nach Mazar-e-Sharif zurück. Abendessen und Übernachtung in Mazar-e-Sharif.
F/M/A
7. Tag: Mazar-e-Sharif – Flug nach Kabul
Am Mittag fliegen Sie um 13 Uhr zurück von Mazar-e-Sharif nach Kabul. Nach der intensiven Begegnung mit dem Norden des Landes kehren Sie in die Hauptstadt zurück, wo der Nachmittag zur freien Verfügung steht.
Wer möchte, kann optional den Kabul-Bazaar besuchen, einen lebhaften Marktplatz, auf dem das alltägliche Leben der Stadt spürbar wird. Zwischen Garküchen, bunten Gewürzständen, Stoffballen und handgefertigter Kupferware zeigt sich eine andere, authentische Seite Kabuls, jenseits der Monumente und Moscheen. Der Basar ist nicht nur ein Ort des Handels, sondern auch ein soziales Zentrum, an dem sich Tradition, Improvisation und das heutige Afghanistan begegnen. Übernachtung in Kabul.
F/M/A
8. Tag: Kabul – Ghazni (ca. 150 km, 3 Std.)
Am Morgen beginnt Ihre Fahrt von Kabul in die Provinzhauptstadt Ghazni. Ghazni war schon bereits vor etwa 1000 Jahren der Name der Stadt. Sie war seinerzeit Zentrum des Reiches der Ghaznawiden. Hier wirkten etwa 400 Dichter und Wissenschaftler, wie Firdausi, Farrochi, Unsuri, Manutschihri, Sana´i und Anwari. Sie leisteten einen großen Beitrag zur Entwicklung der persischen Sprache (auch Dari genannt) und persischen Literatur. Viele sind hier auch beigesetzt worden. Dazu zählt das Grab des berühmten persischen Wissenschaftlers al-Bīrūnī ebenso wie die Grabstätten anderer Dichter der Ghaznawidenzeit, deren Werke von Experten als „Gipfel der persischen Literatur“ bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch, warum die Stadt mit ihren 72.000 Einwohner im Jahr 2013 zur Islamischen Kulturhauptstadt gewählt wurde.
Nach der Ankunft besichtigen Sie zunächst das Mausoleum von Mahmud von Ghazni, dem berühmtesten Herrscher der Dynastie. Das Grabmal erinnert an die Blütezeit der Stadt, als Ghazni zu den wohlhabendsten Metropolen seiner Zeit gehörte. Anschließend besuchen Sie die berühmten Minarette von Ghazni, eindrucksvolle Überreste mittelalterlicher islamischer Architektur aus dem 12. Jahrhundert. Die kunstvoll mit Ornamenten und Kalligrafien verzierten Türme zählen zu den bedeutendsten historischen Monumenten Afghanistans und zeugen vom architektonischen Reichtum der Ghaznawidenzeit.
Im Anschluss erkunden Sie die lokalen Basare der Stadt. Zwischen traditionellen Geschäften, Gewürzständen und kleinen Handwerksbetrieben erleben Sie den Alltag Ghaznis und die Atmosphäre einer Stadt, in der sich Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise begegnen. Übernachtung in Ghazni.
F/M/A
9. Tag: Ghazni – Kandahar (ca. 350 km, 5 Std.)
Nach dem Frühstück starten Sie gestärkt zur heutigen Etappe nach Kandahar, der drittgrößten Stadt Afghanistans. Kandahar liegt im Süden des Landes und wurde bereits im 4. Jahrhundert v. Chr., durch Alexander den Großen gegründet. Während ihres langen Bestehens wurde die Stadt von wechselnden Herrschern erobert, darunter Araber, Mongolen und Perser. Letztere verloren die Kontrolle 1709 an eine Paschtunengruppe, dem Vorläufer des afghanischen Staates.
Nach einer kurzen Besatzung durch die Briten Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Leben in der Stadt lange friedlich. 1994 begannen die Taliban von hier aus die Eroberung des Landes und auch seit 2021 ist die Stadt wieder zweites Zentrum der Taliban neben Kabul.
Nach Ihrer Ankunft haben Sie Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Stadt und Besuch des Basars von Kandahar. Übernachtung im Hotel in Kandahar.
F/M/A
10. Tag: Kandahar – Lashkargah (ca. 140 km, 3 Std.)
Zunächst besuchen Sie den „Schrein des Heiligen Umhangs” die Kirka Sharif, die der Legende nach den Umhang des Propheten Mohammed beherbergen soll. Der Umhang wird mit der nächtlichen Himmelsreise des Propheten verbunden und gilt als heilig, nur selten wird er der Öffentlichkeit gezeigt. Anschließend sehen Sie den Shah Bazar, einer der größten und geschäftigsten Märkte des Landes, dessen Wurzeln bis in die Zeit des Durrani-Reiches zurückgehen. Falls es die Zeit erlaubt besichtigen Sie das Mausoleum des Ahmad Shah Durrani, dem Vater des modernen Afghanistan, sowie die Ruinen des Forts und der Stadtmauern.
Gegen Mittag geht es überland weiter westwärts durch die weiten Ebenen Südafghanistans in Richtung Lashkargah, der Hauptstadt der Provinz Helmand. Am Nachmittag erreichen Sie Lashkargah, eine vergleichsweise junge Stadt, die in den 1950er Jahren mit Unterstützung amerikanischer Ingenieure im Rahmen groß angelegter Bewässerungsprojekte modernisiert wurde. Trotz ihrer neueren Geschichte liegt die eigentliche kulturelle Bedeutung der Region jedoch etwas außerhalb der Stadt: bei der berühmten Festung Qala-e-Bost, dem bedeutendsten historischen Monument Helmands.
Sie besichtigen die eindrucksvollen Ruinen der alten Festungsstadt am Zusammenfluss von Helmand- und Arghandab-Fluss. Die Ursprünge der Anlage reichen bis in die vorislamische Zeit zurück. Ihre Blüte erlebte sie jedoch zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert unter den Ghaznawiden und Ghuriden. Besonders bekannt ist der monumentale Triumphbogen aus gebrannten Lehmziegeln, der bis heute als Wahrzeichen der Region gilt.
Von den erhöht gelegenen Ruinen bieten sich weite Ausblicke über das fruchtbare Flusstal und die umliegende Wüstenlandschaft.
Ihr Übernachtungsort der heutigen Reiseetappe ist Lashkargah.
Abendessen und Übernachtung im Hotel.
F/M/A
11. Tag: Lashkargah – Herat (ca. 520 km, 7-8 Std.)
Nach dem Frühstück brechen Sie früh auf zur Weiterreise in den äußersten Westen Afghanistans, nach Herat, einer der geschichtsträchtigsten Städte des Landes. Die Strecke ist lang, aber voller landschaftlicher Kontraste und tiefer Einblicke in das authentische, ländliche Afghanistan. Die Fahrt führt heute durch weite Hochebenen, trockene Halbwüsten, von Wind geformte Steinlandschaften und gelegentliche grüne Flusstäler, in denen kleine Oasen aus Feldern und Obstbäumen für Farbtupfer in der Weite sorgen.
Immer wieder passieren sie unterwegs kleine Ortschaften, in denen der Alltag noch stark von traditioneller Landwirtschaft, Lehmziegelhäusern und Lasteseln geprägt ist. Die dünn besiedelten Regionen entlang der Strecke bieten ein unverfälschtes Bild des Landes, fernab der urbanen Zentren.
Am Abend erreichen Sie schließlich Herat, die alte Hauptstadt des Westens. Ihre Architektur, Kunst und Kultur tragen deutlich sichtbare Einflüsse aus dem iranischen und zentralasiatischen Raum, eine Folge ihrer jahrhundertelangen Bedeutung als Knotenpunkt an der historischen Seidenstraße.
Abendessen und Übernachtung in Herat.
F/M/A
12. Tag: Herat
Herat, eine Stadt, die wie kaum eine andere in Afghanistan von persischer Kunst, Wissenschaft und Baukunst geprägt wurde. Unter den Timuriden im 15. Jahrhundert war Herat eines der bedeutendsten kulturellen Zentren der islamischen Welt, ein Ort, an dem Dichtung, Geometrie und Architektur auf höchstem Niveau verschmolzen.
Ihr erstes Ziel der heutigen Besichtigungen ist die Zitadelle von Herat (Qala Ikhtyaruddin). Eine gewaltige Festungsanlage, die auf über 2.500 Jahre Geschichte zurückblickt. Bereits Alexander der Große ließ hier Befestigungen errichten, später bauten die Timuriden und Safawiden die Anlage weiter aus. Die hohen Mauern, Türme und Innenhöfe erzählen von Herats strategischer Bedeutung über die Jahrhunderte hinweg. Von der Festung aus genießen Sie einen weiten Blick über die Altstadt.
Weiter geht es zur prächtigen Freitagsmoschee von Herat (Masjid Jami), ein Meisterwerk islamischer Architektur. Ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet, wurde sie über viele Jahrhunderte hinweg erweitert und restauriert. Besonders eindrucksvoll sind die mit blauen und türkisfarbenen Kacheln geschmückten Fassaden sowie der großzügige Innenhof, in dem sich Gläubige, Besucher und Gelehrte einst trafen.
Sie besichtigen dann den sogenannten Musalla-Komplex, der eng mit der wechselvollen Geschichte der Stadt verbunden ist. Timur Lang zerstörte Herat um 1381. Unter seinem Sohn Schāh Ruch wurde die Stadt aber wieder aufgebaut und dann sogar zur Hauptstadt Chorasans und des Timuridenreiches erklärt. Schah-Ruchs Frau Gauhar-Schad errichtete hier u. a. den Musalla-Komplex mit seinen zum Teil noch heute stehenden Minaretten, die eine weithin sichtbare Landmarke bilden. Die timuridischen Mausoleen beeindrucken noch immer durch ihre eleganten Proportionen, zarten Kachelverzierungen und die harmonische Farbgebung.
Zum Abschluss des Besichtigungsprogramms steht noch ein Besuch der lokalen Märkte für Sie auf der Agenda, bevor es dann zurück ins Hotel geht. Abendessen und Übernachtung in Herat.
F/M/A
13. Tag: Herat – Flug nach Kabul
Am Mittag fliegen Sie um 12:30 Uhr zurück nach Kabul. Nach der Ankunft in Kabul besichtigen Sie die Shah-Do Shamshira Moschee im Herzen der Stadt. Die Moschee wurde zwischen 1919 und 1929 nach dem Vorbild der Ortaköy Moschee in Istanbul errrichtet und befindet sich in umittelbarer Nähe der gleichnamigen Brücke über den Fluss.
In umittelbarer Nähe liegt auch das Grabmal des 1529 verstorbenen Moguln-Generals Chin Timur Khan. Von hier geht es zum Ka Faroshi Vogelmarkt. In einer schmalen Gasse nahe der Pul-e Khishti Moschee verkaufen hier Händler eine Vielzahl von Vögeln, darunter Kanarienvögel, Rebhühner, Tauben und sogar Falken, sowie kunstvolle Käfige. Der Vogelmarkt gilt als ein kultureller Rückzugsort, der trotz aller Konflikte die Zeiten überdauert hat.
Danach Fahrt zum Hotel und Einchecken. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
F/M/A
14. Tag: Kabul
Ihr Tag startet nach dem Frühstück mit der Besichtigung des Nationalmuseums aus dem Jahre 1920. Es befindet sich in einem zweistöckigen Gebäude in der historischen Altstadt von Kabul. Seine Sammlung hat eine wechselvolle Geschichte und einige Plünderungen hinter sich, einige Teile waren zwischenzeitlich sogar in die Schweiz ausgelagert worden. Die Sammlung verfügt heute wieder über viele Schätze aus Elfenbein, sowie über Antiquitäten der Kuschana-Zeit. Zu den Highlights gehören u.a. das „baktrische Gold“ aus den Gräbern des Tilla Tepe und Teile des sog. „Schatzes von Begram“, einem antiken Depotfund aus dem Jahre 1937. Begram ist eine eine griechisch-baktrische Gründung, umstritten ist jedoch, ob es tatsächlich identisch ist mit der historischen Stadt Alexandria am Kaukasus.
Anschließend sehen Sie die historischen Babur-Gärten, eine der wenigen großzügigen Grünanlagen der Hauptstadt. Die terrassenförmig angelegte Gartenanlage wurde im 16. Jahrhundert vom Mogulkaiser Babur angelegt, dem Gründer des Mogulreiches, der sich Kabul zeitlebens eng verbunden fühlte und hier auch seine letzte Ruhestätte fand. Zwischen schattenspendenden Bäumen, Wasserbecken und traditionellen Pavillons bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die Stadt und die umliegenden Berge.
Im Anschluss tauchen Sie in das lebendige Treiben der traditionellen Märkte Kabuls ein. Zwischen Gewürzständen, Teppichhändlern, Kupferarbeiten und kleinen Werkstätten erleben Sie den Alltag der afghanischen Hauptstadt hautnah. Begleitet von den eindrucksvollen Berglandschaften rund um Kabul erleben Sie die besondere Atmosphäre dieser geschichtsträchtigen Stadt, bevor Sie zum Hotel zurückkehren.
Abendessen und Übernachtung im Hotel.
F/M/A
15. Tag: Kabul – Pandschschir-Tal – Kabul (ca. 250 km, 5–7 Std.)
Tagesausflug in eines der bekanntesten Täler Afghanistans: das Pandschschir-Tal, etwa zwei Stunden nördlich von Kabul gelegen. Die Fahrt führt durch spektakuläre Gebirgslandschaften mit steilen Felswänden, schmalen Tälern und Dörfern, die entlang des türkisgrünen Pandschschir-Flusses an den Ufern und Berghängen liegen. Die Region gilt als eine der landschaftlich reizvollsten des Landes.
Das rund 230 Kilometer lange Das Pandschschir-Tal hat mehr als 140.000 Einwohner, überwiegend Tadschiken, die in Afghanistan die Zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden und mehrheitlich die Taliban ablehnen. Vor allem die Bewohner des Pandschschir-Tales wurden als Kämpfer der Mudschahedin im Kampf gegen die sowjetischen Besatzer bekannt. Im Herzen des Tals besuchen wir das Mausoleum von Ahmad Shah Massoud, einem der bedeutendsten Widerstandskämpfer Afghanistans. Massoud, bekannt als der „Löwe von Pandschschir“, war Tadschike und Sunni und spielte in den 1980er-Jahren eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die sowjetische Besatzung und später im Widerstand gegen die Taliban-Herrschaft.
Für seine Anhänger war Massoud nicht nur militärischer Anführer, sondern auch Lehrer und religiöses Vorbild. 2001, nur zwei Tage vor den Anschlägen vom 11. September, wurde er bei einem Attentat der Taliban getötet, die sich dazu als TV-Team getarnt hatten. In der TV-Kamera war die Tatwaffe versteckt. Sein Grabmal ist für die tadschikische Bevölkerungsgruppe noch immer ein bedeutender Erinnerungsort.
Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Kabul zum Hotel, wo der Tag ruhig ausklingen kann.
Abendessen und Übernachtung in Kabul.
F/M/A
16. Tag: Kabul – Istanbul – Heimatflughafen
Sehr früher Transfer zum Kabul International Airport für den Rückflug via Istanbul zu Ihrem Heimatflughafen.
F
Legende:
F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen (meistens als spätes Mittagessen)
Leistungen inklusive
- Linienflug mit Turkish Airlines via Istanbul nach Kabul und zurück in der Economy Klasse inkl. Steuern und Gebühren (Preiserhöhungen seitens der Fluggesellschaft vorbehalten)
- 16-tägige Rundreise mit 14 Übernachtungen
- 3 Inlandsflüge mit einheimischen Airlines
- Übernachtungen in ausgewählten Hotels im Doppelzimmer mit Bad/WC
- Mahlzeiten lt. Programm
- Überlandfahrten und Transfers im Coaster/Minibus
- Permanente englisch- oder deutschsprachige Reisebegleitung ab Kabul
- 1 Flasche Wasser pro Tag
- alle Eintritte und Gebühren lt. Programm
- Reise und Länderinformationen Afghanistan
- Sicherungsschein der R+V Versicherung.
Leistungen exklusive
- Afghanisches Visum (Visum als e-visum : ca. 135,- USD, Stand: 06/2026)
- weitere Mahlzeiten und Getränke
- Trinkgelder für Guide und Fahrer
- Gepäckträgergebühren
- persönliche Ausgaben
- Reiseversicherungen.
Hinweise
Für Afghanistan besteht aktuell eine Reisewarnung des Auswärtige Amtes (AA), von Reisen nach Afghanistan wird dringend abgeraten (Stand: 06/2026).
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/afghanistan-node/afghanistansicherheit/204692
Die Reise wird von einer erfahrenen Agentur organisiert. Die Programminhalte können vor Ort aufgrund der aktuellen Sicherheitslage kurzfristig geändert bzw. umgeplant werden. Bedenken Sie bitte, dass Sie in ein sehr armes Land reisen. Diese Reise erfordert Toleranz, Gelassenheit und Robustheit.
Entsprechend der einheimischen Sitten wird von Reisenden erwartet:
- lange Hosen bei den Herren,
- lange Hosen oder Röcke und moderate Oberbekleidung und ein leichtes Kopftuch für die Damen
- Verzehr und Einfuhr von Alkohol sowie weiteren Drogen ist strengstens verboten.
Mobilitätshinweis: Diese Reise ist für mobilitätseingeschränkte Gäste nicht geeignet! Eine gewisse körperliche Fitness ist erforderlich. Gutes, festes Schuhwerk wird empfohlen.
Reiseversicherungen sind auf Grund der bestehenden Reisewarnung des AA leider nicht möglich.
Mit Buchung dieser Reise stellen Sie den Veranstalter von der Haftung frei.
Änderungen des Programms bleiben vorbehalten.
Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.
Termine
03.06.-18.06.2026
OT-AFG-001-26
26.08.-10.09.2026
OT-AFG-002-26
23.09.-08.10.2026
OT-AFG-003-26
Preise
pro Person im Doppelzimmer:
5.645,- €
Einzelzimmerzuschlag:
585,- €
Terminvorschau 2027
In Vorbereitung:
Termine für Juni, September und Oktober 2027
Teilnehmeranzahl
Mindestteilnehmeranzahl
8 Personen
Max. Teilnehmeranzahl
9 Personen





























