Aserbaidschan Reise – Antikes Feuer und Archäologie

Aserbaidschan Reise – Antikes Feuer und Archäologie

10-tägige Orientaltours Rundreise mit Besuch der Exklave Nachitschewan vom 17. – 26. Oktober 2019

„Das Land des Feuers“ lautet eine Übersetzung von „Aserbaidschan“. Und in der Tat war dieser Landstrich bereits im Altertum als Quelle für brennbare Stoffe wie Erdöl und Erdgas bekannt. Von hier soll auch das berühmte „Griechische Feuer“ der Antike stammen.

Sie werden auf dieser Reise Flammen sehen, die seit mehr als 1.000 Jahren brennen sollen, auch wenn aufgrund der industriellen Förderung inzwischen viele dieser „ewigen Flammen“, natürliche Erdgasfeuer, erloschen sind. Auf der Halbinsel Absheron entstand folgerichtig ein wichtiger Feuertempel der zoroastrischen Religion.

Von Baku reisen Sie von den Ufern des Kaspischen Meeres bis in den Kaukasus und erkunden die UNESCO Welterbestätten Aserbaidschans, unter anderem die Ausgrabungen von Qabala, der Hauptstadt des antiken Albania, und die neolithischen Petroglyphen von Gobustan.

Ein Besuch der Exklave Nachitschewan, wo Noah laut Überlieferung nach der Sintflut geankert haben soll, gibt der Reise eine ganz besondere Note.

 

Tourverlauf

1.Tag: Deutschland – Baku

Gegen Mittag Abflug und Ankunft mit Turkish Airlines am Abend. Erledigung der Einreiseformalitäten, anschließend Transfer zum Hotel und Übernachtung.

F/A

2.Tag: Baku

Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans, liegt direkt am Kaspischen Meer und ist mit 2 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Kaukasus. Sie ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes, entsprechend gibt es in der modernen City auch einige außergewöhnliche architektonische Vorzeigeprojekte, wie die Flame Towers oder das Teppichmuseum, das in Form eines halb aufgerollten Teppichs erbaut wurde.

Sie erkunden am Vormittag die Altstadt Bakus (Icheri Sheher, UNESCO Welterbe) bei einem Spaziergang. Das Zentrum dieser Altstadt bildet der Palastkomplex des Shirvan Schahs (15. Jh.), den Sie besichtigen. Beim Gang durch die engen Gassen kommen Sie zum Jungfrauenturm (12. Jh., ältere Fundamente), einem Wahrzeichen der Stadt.

Sie sehen historische Karawansereien, Moscheen und natürlich die beeindruckende Festungsmauer, welche die Altstadt umschließt. Von einem Aussichtspunkt aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Baku. Am Nachmittag sehen Sie die imposanten Ölboom-Villen aus dem späten 19. Jh. Abendessen.

Am Abend Transfer zum Flughafen und Flug in die Exklave Nachitschewan.
Übernachtung im Hotel.

F/A

3. Tag:  Nachitschewan – Alinja Festung –  Ashab-i Kahf Höhlen 

Nachitschewan, das mythische „Land Noahs“ in der Nähe des Berges Ararat. Die ältesten Funde der Region stammen aus dem Neolithikum. In der Antike gehörte das Gebiet zum Königreich Urartu und später zum persischen Reich. Morgens fahren Sie zum Wahrzeichen Nachtischewans: der Alinja Festung. Von hier haben Sie den besten Ausblick auf den Berg Ilandag, den Noah laut einer Legende mit seiner Arche streifte!

Danach geht es in die Kühle der Ashab-i Kahf -Höhlen, die schon im Quran erwähnt wurden und heute viele Pilger anziehen. Bei der nachfolgenden Stadtbesichtigung Nachischewans besuchen Sie das Grab Noahs, dessen Arche hier gelandet sein soll.

Das Momine-Khatun-Mausoleum, das Grabmal von der ersten Frau des Atabegs aus dem 12. Jh., ist ein decagonaler Ziegelturm, der die Tradition der nachitschewanischen Architektur des Mittelalters repräsentiert. Besuch des Teppich-Museums, das im historischen Gebäude das Khan Palast aus dem 18. Jh. untergebracht ist. Den Tag lassen Sie ausklingen bei einem entspannenden Spa-Besuch der heilenden Duzdag-Salzhöhlen ihres Hotels.

F/A

4. Tag: Ordubad – Zangazur Nationalpark – Mt. Gamiqaya – Baku

Sie starten zeitig durch zerklüftete Berglandschaften in den Süden, zur Stadt Ordubad; der Perle der Provinz und „Stadt der Rosen, Gärten und Nachtigallen“. Ihre Entstehung verdankt sie der Wasserzufuhr mittels unterirdischer Qanate.

Bekannt für ihren Export an Früchten und Gewürzen schmiegt sich die Stadt in 850 m Höhe vor einer imposanten Bergkulisse an die Hänge des Zangezur-Gebirges und die Ufer des Ordubad-Flusses. Im Mittelalter ein Hort der Wissenschaft, dann Zentrum des frühen Buchdrucks und Hauptstadt eines Sultanats, ist Ordubad wegen seiner isolierten Lage zwischen Araz und Armenien inzwischen ins Hintertreffen geraten, weshalb sie vieles von ihrem ursprünglichen Charme erhalten konnte.

Erste Anlaufstelle ist die architektonisch interessante Cüma Moschee und das gegenüber liegende Historische Museum, das in einem Kloster aus d. 18. Jh. untergebracht ist, das zu Sowjetzeiten Elektrizitätswerk war. Das Gebäude „Qeyyserriye“, jetzt das ethnographische Museum, auf dem lauschigen Marktplatz der Stadt beeindruckt mit seiner schmucken Fassade und überhaupt hat die Stadt mit ihren schönen Moscheen und Straßen sich einen altertümlichen Charme erhalten. Sollten Sie an einen schlichten Bogen vorbeikommen mit nach unten führenden Stufen, versuchen Sie, ein paar Schritte herabzusteigen – sie könnten einen Blick auf das  Wasser eines Qanats erhaschen.

Kurz außerhalb der Stadt besuchen Sie den Zangazur Nationalpark, ein Refugium für die letzten Leoparden des Landes sowie für viele Greifvögel, Wölfe und Hyänen. Ihren Ausflug in der Exklave beenden Sie mit einen Abstecher zu den Petroglyphen im nahe liegenden Nationalpark des Mount Gamiqaya, bevor Sie den Abendflug zurück nach Baku nehmen.

F/A

5. Tag: Baku -Absheron-Halbinsel

Ausflug auf die Absheron-Halbinsel. Sie besichtigen den zoroastrischen Feuertempel von Ateshgah. In der Antike brannten hier bereits ‚ewige Flammen‘, natürliche Erdgasfeuer, die sich selbst entzündeten und über Jahrhunderte brannten. Um eines dieser Feuer wurde der Tempel von Ateshgah errichtet, da das Feuer von zentraler Bedeutung im Zoroastrismus ist und als Symbol der Reinheit gilt. Bis heute kommen Pilger aus dem Iran und Indien hierher.

Anschließend Besuch des ethnographisch-historischen Freilicht-Museumsdorfes Qala, in dem die archäologischen Funde der Halbinsel ausgestellt sind (u. a. Petroglyphen aus dem 3. und 2. Jt. v. Chr., sowie bronzezeitliche Funde). Außerdem besichtigen Sie einen Teil der mittelalterlichen Befestigungen der Halbinsel, die zum Teil auf frühere römische Fortifikationen zurückgehen.

Den Abschluss Ihrer heutigen Besichtigungen bildet ein Naturschauspiel. Sie sehen den brennenden Berg von Yanar Dag. Bis zu 3 Meter hoch schießen die Flammen aus einem 10 Meter breiten Grat. Dieses Erdgasfeuer soll bereits seit der Antike brennen, Marco Polo erwähnte es in seinen Schriften. Am späteren Nachmittag Rückfahrt nach Baku. Abendessen und Übernachtung.

F/A

6. Tag: Baku – Shamakhi – Qabala

Fahrt nach Nordwesten Richtung Kaukasus. Von der trockenen Ebene kommen Sie in das waldreiche Vorgebirge. Ihren ersten Stopp legen Sie in Shamakhi ein, die Stadt, die als Kamachia von Claudius Ptolemäus zu Beginn des 2. Jahrhunderts erwähnt wurde. Später war dies die Hauptstadt des Khanats Schirwan. Sie besichtigen die Juma Moschee aus dem 10. Jh. und den Mausoleenkomplex von Yeddi Kümbaz, die als Begräbnisstätte für die Familie des letzten Khans errichtet wurde.

Älter ist hingegen das Mausoleum von Scheich Diri Baba in Maraza (15. Jh.), ein Meisterwerk der Architektur seiner Zeit, welches sich harmonisch in die umgebende Landschaft einfügt. Außerdem Fahrt in das Bergdorf Lahij, in dem traditionelles Kunsthandwerk gepflegt wird, vor allem die Kupferschmiedekunst.

Vor 2.000 Jahren befand sich hier das Kernland des ersten albanischen Königreichs (Albania im Kaukasus). Die Bewohner Lahijs berufen sich darauf, dass ihre Vorfahren persische Kupferschmiede waren und sprechen noch heute einen Dialekt des Persischen. Anschließend Weiterfahrt nach Qabala. Abendessen und Übernachtung.

F/A

7. Tag: Qabala – Sheki

Morgens Besuch des Dorfes Nic, in dem die Minderheit der christlichen Uden lebt. Ihre Tradition weist animistische und zoroastrische Einflüsse auf. Danach Besichtigung der Ausgrabungen von Chukhur Qabala, der Hauptstadt des antiken Albania bis zur Eroberung durch die Sassaniden.

Auf dem 25 Hektar großen Areal wurden umfangreichen Befestigungen, Wohnhäuser, Schmelzöfen und Friedhöfe freigelegt. Fundstücke belegen weitreichende Handelsbeziehungen nach Europa, Asien und in den Nahen Osten. Ausführliche Besichtigung der Ausgrabungen und des Museums.

Später Fahrt nach Sheki, eine der ältesten Städte Aserbaidschans. Hier siedelte sich der skythische Stamm der Saka im 7. Jh. v. Chr. an. Im 1. Jh. war sie eine der größten Städte des antiken Albania und Sitz des Haupttempels. Sie besuchen den prächtigen Sommerpalast des Khans, das Museum und die Festung. Abendessen und Übernachtung.

F/A

8. Tag: Sheki – Shamkir – Ganja – Baku 

Nach dem Frühstück Besuch des Dorfes Kish, wo rund um die Museumskirche (12. Jh.) Ausgrabungen stattfanden, die Spuren eines etwa 5.000 Jahre alten Heiligtums aufdeckten. Danach Weiterfahrt nach Shamkir und Besichtigung der Ausgrabungen. Die ältesten Funde datieren in das späte Neolithikum und die frühe Bronzezeit, die freigelegten Ruinen sind hauptsächlich mittelalterlich und stammen aus dem 11. – 12. Jh.

Anschließend Fahrt nach Ganja, der zweitgrößten Stadt des Landes. Stadtbesichtigung mit Schah Abbas Moschee (17. Jh.), orthodoxer Kirche, dem Mausoleum des Nationaldichters Nizami, sowie dem Flaschenhaus, das mit 50.000 Glasflaschen dekoriert wurde. Nachmittags Transfer zum Flughafen und Flug nach Baku. Abendessen und Übernachtung.

F/A

9. Tag: Ausflug nach Gobustan

Morgens Besuch des Historischen Museums von Baku. Anschließend Fahrt nach Gobustan und Besichtigung der neolithischen Petroglyphen (UNESCO Welterbe) im Nationalpark. Die Darstellungen zeigen Menschen und Tiere, Jäger und Tänzer, Pferde, Steinböcke und Ochsen. Nach der Besichtigung sehen Sie auf der Rückfahrt nach Baku einen der berühmten Schlammvulkane. In Baku Abschiedsabendessen und Übernachtung.

F/A

10. Tag: Abschied von Baku

In der Nacht Transfer zum Flughafen für den Rückflug mit Turkish Airlines um 05.00 Uhr nach Istanbul und weiter nach Deutschland.

Legende:
F = Frühstück M = Mittagessen P = Picknick A = Abendessen

Leistungen inklusive

  • Internationale Flüge ab Frankfurt mit Turkish Airlines in der Economy Klasse inkl. Steuern und Gebühren (Stand Juli 2018)
  • 3 Inlandsflüge: Baku – Nachitschewan – Baku  und  Ganja – Baku
  • 10 Tage Rundreise mit  9 Übernachtungen in ausgewählten Hotels (Boutique19  Hotel 4*, Sheki Saray 4*, Qafqas Caravan Hotel 4*, Duzdag Hotel & Spa 5*)
  • 8 x Frühstück und 8 x Abendessen
  • Besichtigungsprogramm laut Programm
  • entsprechende Eintrittsgelder und Gebühren
  • Alle Transfers und Überlandfahrten in klimatisierten Minibussen/Bus
  • Deutschsprachiger begleitender Reiseleiter
  • eine Flasche Wasser pro Person/Tag
  • Reise und Länderinformationen Aserbaidschan
  • Sicherungsschein der R+V Versicherung

Leistungen exklusive

  • Kosten für E-Visum
  • Trinkgelder für Gepäckträger, Reiseleiter und Fahrer
  • Weitere Mahlzeiten und Getränke
  • Persönliche Ausgaben
  • Reiseversicherungen und Reiserücktrittsversicherungen

Hinweise

  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.
  • Veranstalter: Orientaltours und Kooperationspartner
  • Programmänderungen bleiben vorbehalten

Übrigens:

Wir organisieren für Sie gerne auch ein individuelles Vor- oder Nachprogramm.

Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit!

Termine 2019

21.09.2019 - 30.09.2019
OT-AZE-001-19
17.09.2019 - 26.09.2019
OT-AZE-002-19

Preise pro Person

im Doppelzimmer
2.975,- €
Einzelzimmerzuschlag
560,- €

Teilnehmerzahl

Mindestteilnehmerzahl
6 Personen

Kontakt

Kontakt zu Orientaltours: Schreiben Sie uns jetzt über unser Online-Formular und wir werden Sie gerne individuell und persönlich beraten – oder hinterlassen Sie uns Ihre Telefonnummer und wir rufen Sie gerne zurück.

Unsere Bürozeiten:

Von Mo. bis Fr. sind wir von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr gerne persönlich für Sie da.

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