Unterwegs in Weißrussland und der Ukraine

Unterwegs in Weißrussland und der Ukraine

11-tägige Orientaltours Erlebnisreise durch Weißrussland und die Westukraine – von Minsk bis nach Kiew

Weißrussland und die Ukraine, zwei weiße Flecken auf der touristischen Landkarte, gelten bislang als Geheimtipps. Weißrussland (Belarus) ist dabei Europas größtes Binnenland, steht jedoch im Schatten der einflussreichen Nachbarländer. Gelegen zwischen Polen, Litauen, Lettland, Russland und der Ukraine ist Weißrussland erst seit 1991 unabhängig und versucht seinen eigenen Weg zwischen West und Ost zu gehen.

Die Millionenstadt und weißrussische Kulturmetropole Minsk besticht mit ihren imposanten Gebäuden, Kirchen, weitläufigen Parks und Plätzen. Die historischen Schlösser von Mir und Neswizh zählen zum UNESCO Welterbe in Weißrussland.

Sie reisen über Land in die Ukraine ein und genießen dort eine entschleunigte Fahrt mit einer der letzten Schmalspurbahnen Europas in Polissja. Von dort führt Sie Ihre Reise weiter nach Lemberg – auf den Spuren der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Die historische Altstadt Lembergs stellt sich ohne Sowjetarchitektur und Massentourismus dar und so konnte die Stadt viel von ihrem ursprünglichen “K&K Charme” erhalten.

Kiew beeindruckt als eines der wichtigsten kulturellen Zentren Osteuropas mit zahlreichen Kirchen und Klöstern und einer pulsierenden urbanen Szene. Und am Ende lockt – auf Wunsch – noch ein Ausflug in die Geisterstadt Tschernobyl.

Auf dieser Reise besichtigen Sie folgende UNESCO-Welterbestätten in Weißrussland und der Ukraine:

  • Schloss Nesvizh
  • Schloss Mir
  • Altstadt von Lemberg
  • Dreifaltigkeitskirche in Zhowkwa
  • Sophienkathedrale in Kiew

Tourverlauf

1. Tag: Flug Frankfurt – Minsk

Flug mit Lufthansa nach Minsk. Ankunft am Mittag. Nach Erledigung der notwendigen Formalitäten werden Sie zum Hotel gebracht. Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung in Minsk.

2. Tag: Minsk

Sie beginnen den Tag mit einer Stadtrundfahrt durch die Altstadt, sehen die Unterstadt, das Gebäude der Nationalbibliothek, die orthodoxe Heilig-Geist-Kathedrale. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu weiten Teilen zerstört und im überbordend monumentalen Zuckerbäckerstil wiederaufgebaut.
Unterhalb der Altstadt, direkt am Ufer der Swislatsch, befindet sich die Traezkae-Vorstadt – ein rekonstruiertes, altstädtisches Viertel aus dem 19.Jh. Am Fluss selbst sehen Sie die Träneninsel mit dem Mahnmal für die in allen Kriegen gefallenen und ermordeten Weißrussen.

Am Nachmittag Ausflug nach Duduki, wo Sie das größte Freilichtmuseum des Landes – das Museum des alten Handwerks – besuchen. Hier tauchen Sie in die Atmosphäre des Dorflebens des 19. Jhs. ein und erleben die weißrussische Kultur und ihre nationale Volkstraditionen. Rückkehr nach Minsk. Übernachtung im Hotel.

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3. Tag: Minsk – Mir – Neswizh – Pinsk (ca. 300 km)

An diesem Tag besuchen Sie die Schlösser der Region. Etwa 100km von Minsk entfernt liegt die gemächliche Provinzstadt Neswizh mit ihrer bedeutenden Geschichte, die seit 2012  Kulturhauptstadt des Landes ist. Das Schloss von Neswizh aus dem 16. Jh. – die ehemalige Residenz der polnischen königlichen Familie – gehört seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein paar Kilometer weiter besuchen Sie das Schloss Mir – ein weiteres Highlight der weißrussischen Architektur und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist ein typisches Beispiel der Magnatenarchitektur aus der Zeit der polnisch-litauischen Herrschaft und vereint Gotik-, Renaissance- und Barockelemente. Danach unternehmen Sie einen kurzen Spaziergang durch Mir. Weiterfahrt nach Pinsk. Übernachtung im Hotel.

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4. Tag: Pinsk – Zaritschne – Antoniwka – Luzk (ca. 200 km)

Heute überqueren Sie die Grenze zur Ukraine und fahren zunächst in die waldreiche Region Polissja. Im Dorf Zaritschne steigen Sie um auf die längste Schmalspurbahn Europas, im Volksmund Kuckuck-Schmalspurbahn oder Bernsteinbahn genannt. Während der Fahrt, ein Genuss für Bahnfreunde, erleben Sie die einzigartige Natur der Region. Sie überqueren den Fluss Styr über eine einmalige Brücke aus Holz — die einzige hölzerne Bahnbrücke in der Ukraine und die längste in Europa. Weiterfahrt nach Luzk und Übernachtung im Hotel.

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5. Tag: Luzk – Lemberg (ca. 150 km)

Nach dem Frühstück erkunden Sie die Burg von Luzk. Die Burg wurde im 14. Jh. von dem litauischen Fürsten Liubartas auf einer Erhebung in der Altstadt erbaut. Sie war nicht nur Sitz von Fürsten und Schauplatz von Kongressen sondern erlangte später traurige Berühmtheit. 1941 ermordete das deutsche Heer hier über 1.000 Juden.

Weiter geht es in die Hauptstadt Ostgaliziens, Lemberg, mit ihrer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Lemberg blickt auf eine äußerst wechselvolle Geschichte zurück, diverse Völker und Kulturen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Bei einem Stadtrundgang entdecken Sie die Vielfalt der architektonischen Baustile an historischen Kirchen und Bürgerhäusern, besuchen das armenische und das jüdische Viertel, den Marktplatz und seine Gebäude. Der besondere Tipp: eine Kaffeerösterei in der Altstadt. Übernachtung in Lemberg.

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6. Tag: Lemberg

Während einer Stadtrundfahrt erfahren Sie mehr über die Geschichte der einst viertgrößten Stadt der Doppelmonarchie. Unter anderem fahren Sie zur Iwan-Franko-Universität, der ältesten und größten Universität der heutigen Ukraine. Auf dem Jura-Berg, neben der St. Georgs-Kathedrale hören Sie Wissenswertes über die Rolle der Kirche in der heutigen ukrainischen Gesellschaft. Außerdem besuchen Sie den Lytschakiver Friedhof, einen der schönsten seiner Art in ganz Europa.

Am Nachmittag geht es nach Zhowkwa – ein Renaissancestädtchen, angelegt als „ideale Stadt“ von dem italienischen Architekten Cataneo. Sie besichtigen die Collegiata Kirche, das Basilianerkloster und die Synagoge. Etwas außerhalb sehen Sie eine Holzkirche, die zu den ältesten in der Region und zum UNESCO-Welterbe der Holzkirchen in den Nordkarpaten zählt. Das Schloss gehörte früher zum fortifikatorischen System der Stadt und gilt heute als eines der wichtigsten Baudenkmäler der ukrainischen Renaissance. Von dem polnischen Feldherren Stanislaw Zolkiewski errichtet, erlebte es seine Blütezeit als Sommerresidenz des polnischen Königs. Rückfahrt und Übernachtung in Lemberg.

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7. Tag: Lemberg – Kiew

Früh am Morgen fahren Sie mit dem Schnellzug von der kulturellen in die offizielle, über 1.500 Jahre alte Hauptstadt der Ukraine mit ihren dichtbewaldeten Hängen am Fluss Dnepr. Nicht von ungefähr ist Kiew mit seinen 30 m2 Grünfläche pro Einwohner die grünste Großstadt der Welt.
Die Zirkuskunst der Ukraine ist weltberühmt. Eine besonderes Erlebnis erwartet Sie heute: ein Besuch des Kiewer Zirkus mit dem „Pinchuk-Art-Center”. Der Eindruck der brodelnden Stadt ist überwältigend. Die Bandbreite von Kunst, Street Art, Architektur und Gastronomie verführt in der Stadt verweilen zu wollen. Kiew ist angesagt. Übernachtung in Kiew.

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8. Tag: Kiew

Kiew und der Dnepr, eine gelungene Symbiose einer Flussfahrt. Erstmalig tauchen die goldenen Kuppeln des Kiewer Höhlenklosters vor ihren Augen von Bord ihres Schiffes auf. Bei Sonne ein wahrlich goldenes Panorama. Bei gemächlichem Tempo gleiten Sie an einer prachtvollen Kulisse von Brücken, Bauten und bewaldeten Ufern und Badestränden vorbei.

Ausufernd prominent und mahnend zugleich präsentiert sich die Kolossalstatue Mutter-Heimat als Denkmal zum Sieg der sowjetischen Streitkräfte im Großen Vaterländischen Krieg. Zurück an Land erkunden Sie zu Fuß das älteste Stadtviertel Podil mit dem Andriiws’ky-Steig und seinen malerischen Panoramen über das Dnepr-Tal.

Unterwegs besichtigen sie die im 18. Jh. erbaute Andreaskirche, das Haus des Schriftstellers Michail Bulgakow und das Haus des Zaren Peter I. Weiter geht es über die Chreschtschatyk, die Flaniermeile der Stadt. Am Majdan vorbei sehen sie das Regierungsviertel von Kiew mit seinen prächtigen Gebäuden und dem Haus mit den Chimären sowie dem Marienpalast. Am Nachmittag haben Sie Zeit zur freien Verfügung um die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Ihr Reiseleiter steht Ihnen gerne mit Vorschlägen zur Seite. Übernachtung in Kiew.

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9. Tag: Kiew

Stolze 300 Kirchen prägen das Stadtbild von Kiew. Unter anderem besuchen Sie die Anfang des 11. Jh. erbaute und heute als UNESCO-Weltkulturerbe geltende Sophienkathedrale. Danach besichtigen Sie das um ein Jahrhundert später erbaute Goldkuppelkloster des heiligen Michael und das Goldene Tor, den Eingang in die mittelalterliche Stadt.

Weiter geht es zur Lawra – einem Komplex von kulturell bedeutenden Kirchen, Klöstern und Museen und dem bedeutendsten Pilgerort der Ukraine. Die Höhlen des Lawra-Klosters sind ein kompliziertes System schmaler Gängen, an denen entlang sich unterirdische Tempel und Reliquien befinden.

Im Anschluss besuchen Sie das Museum der historischen Schätze der Ukraine, das unter anderem eine reiche Sammlung von skythischen Kunstwerken beherbergt. Unweit der Lawra besichtigen Sie das Mahnmal der Opfer der Hungersnot in der Zentral- und Ostukraine in den Jahren 1932-1933 – ein trauriges Kapitel der ukrainischen Geschichte. Übernachtung in Kiew.

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10. Tag: Kiew – Optionaler  Ausflug nach Tschernobyl

Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Diesen Tag können Sie nutzen, um die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Das Metro und Taxisystem der Stadt ist sehr gut ausgebaut.

Optional können Sie einen  Tagesausflug nach Tschernobyl machen, den Ort des Nuklearunfalls und einer der schlimmsten Naturkatastrophen des vergangenen Jahrhunderts, den Ort, der 30 Jahre nach dem Super-GAU zur Touristenattraktion geworden ist. Ihr Weg führt vorbei an dem „Roten Wald“. Durch die sogenannte West-Wolke verfärbten sich die Nadeln der Kiefern aufgrund der Radioaktivität und Schwermetallbelastung innerhalb kürzester Zeit rot. Nun erreichen Sie die Geisterstadt Prypjat, wo sich eine Kantine für die Wartungsmannschaften befindet. Mittagessen.

Danach sehen Sie das Territorium des Atomkraftwerkes und den berühmten „Sarkophag“ – den Betonmantel um den 4. Reaktor. Auf dem Rückweg passieren Sie mehrere verlassene Dörfer, deren Bewohner evakuiert wurden. Offenstehende Türen, liegengelassene Gegenstände, darüber wuchernde Pflanzen regen zum Nachdenken an. Am Abend Rückkehr nach Kiew und Übernachtung.

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11. Tag: Kiew – Frankfurt

Am Morgen besuchen Sie das größte Freilichtmuseum Europas Pyrogowo, ein Kosakendorf aus dem 17.-18. Jh. Etwa 100 Bauwerke machen das Leben auf dem Lande in der Ukraine anschaulich. Auf dem Territorium des Museums gibt es eine alte Holzkirche.
Mit etwas Glück, können Sie eine traditionelle ukrainische Hochzeit und die Ehepaare in der ukrainischen Nationaltracht erleben. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen für Ihren Rückflug nach Frankfurt.

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Legende:
F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen

Leistungen inklusive

  • Flüge mit Lufthansa von Frankfurt nach Minsk und zurück von Kiew nach Frankfurt in Economy inkl. Steuern und Gebühren (Stand: Nov. 2019)
    (Preisänderung seitens der Airline vorbehalten)
  • Rundreise laut Programm
  • 10 Übernachtungen im Doppelzimmer in ausgewählten 3*-4* Hotels (nach Landeskategorie) inklusive Frühstück
  • Durchgehende deutschsprachige örtliche Reiseleitung im jeweiligen Land
  • Transfer mit einem komfortablen Bus zu allen Programmpunkten sowie alle Bahnhof- und Flughafentransfers
  • Transfer mit dem Schnellzug “Intercity” von Lemberg nach Kiew (1. Kl.)
  • Alle Eintritte und Führungen laut Programm
  • Fahrt mit der “Kuckuck”-Schmalspurbahn am Tag 4; Zirkusbesuch in Kiew am Tag 7; Schiffsausflug auf dem Dnepr am Tag 8
  • Sicherungsschein der R+V Versicherung
  • Reise- und Länderinformationen Ukraine

Leistungen exklusive

  • Visum Weißrussland (Kosten ca. 60,- EUR)
  • Trinkgelder für Reiseleiter und Fahrer
  • Ausflug nach Tschernobyl
  • Weitere Mahlzeiten und Getränke
  • Persönliche Ausgaben
  • Reiseversicherungen

Hinweise

  • Programmänderungen bleiben vorbehalten.
  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.
  • Für die Ukraine besteht eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts (AA). Vor Reisen in die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk sowie in regierungskontrollierte Gebiete entlang der sogenannten „Kontaktlinie“ wird gewarnt. Weitere Informationen finden Sie unter dem folgendem Link: AA / Ukraine Infos


Übrigens:

Wir organisieren für Sie auch gerne ein individuelles Vor- oder Nachprogramm.

Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche mit!

Termine 2020

15.05.2020 - 25.05.2020
OT-MSQ-001-20
28.08.2020 - 07.09.2020
OT-MSQ-002-20

Preise pro Person

im Doppelzimmer
2.149,- €
Einzelzimmerzuschlag
250,- €
Ausflug Tschernobyl (optional)
150,- €

Teilnehmerzahl

Mindesteilnehmerzahl
6 Personen
Maximalteilnehmerzahl
12 Personen

Kontakt

Kontakt zu Orientaltours: Schreiben Sie uns jetzt über unser Online-Formular und wir werden Sie gerne individuell und persönlich beraten – oder hinterlassen Sie uns Ihre Telefonnummer und wir rufen Sie gerne zurück.

Unsere Bürozeiten:

Von Mo. bis Fr. sind wir von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr gerne persönlich für Sie da.

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