Tschad – Ennedi und Tibesti Expedition

Tschad – Ennedi und Tibesti Expedition

Von allen Seiten nagt der Wüstensand an der Sandsteinfestung des Ennedi-Massivs mitten in der Sahara und hat bizarre, faszinierende Felsformationen und Türme hervorgebracht. Dazu gibt es vorgeschichtliche Felszeichnungen und die letzten Nilkrokodile im Guelta d’Archei, der wahrscheinlich berühmtesten Wasserstelle in der Sahara, zu entdecken.

Über die sandige Mourdi Depression reisen Sie zu einer Reihe von Oasen mit beeindruckenden großen und kleinen Seen, umstanden von Palmen und Schilf, eingebettet in Dünen, die bis ans Wasser abfallen. Eine faszinierende Landschaft und ein wahres Wunder sind diese kleinen Paradiese mitten in der Wüste! Die Oasen liegen am Rand einer Falaise, die bis ins Tibesti-Gebirge führt, dem zweiten Schwerpunkt dieser Reise.

Das Tibesti ist das höchste Gebirge der Sahara und besteht aus einer mehreren hundert Kilometer langen Reihe von Vulkanen. Nur wenige Europäer haben diese Region bisher bereist. Sie gilt als eine der abgelegensten der Erde. Ein Höhepunkt ist der Besuch des mit 7 km Durchmesser gewaltige Vulkankraters „Trou au Natron“. Ein spektakulärer Anblick!

Verlieren Sie Ihr Herz an das Abenteuer Wüste! Erleben Sie einen Felsengarten voller Wunder in der Sahara!

Wichtiger Hinweis

Dies ist eine Expeditionsreise mit Abenteuercharakter. Interesse, Toleranz und Einfühlungsvermögen für andere Kulturen, sowie gute Ausdauer und Kondition bei teils heißem Klima sind, neben Teamgeist und Bereitschaft zum Komfortverzicht, Grundvoraussetzungen für den Erfolg dieser Reise. Flexibilität und Unvoreingenommenheit sind wichtig, da sich der Tourenverlauf ändern kann. Während der Zeltübernachtungen gibt es nur das Buschklo, die tägliche Hygiene findet mit Hilfe einer Waschschüssel statt. Wasser ist wertvoll, nicht überall vorhanden und hauptsächlich zum Trinken und Kochen vorgesehen. Sie übernachten in Zweipersonen- oder Single-Zelten. Die Reisenden werden gebeten, Ihre Zelte selber auf- und abzubauen und bei der Zubereitung der Mahlzeiten zu helfen, sowie natürlich bei Pannen unterwegs, wenn es heißt, die Geländewagen gemeinsam wieder aus dem Sand zu befreien. Während der Reise gibt es einfache Vollverpflegung: ein morgendliches Frühstück, mittags Salat und abends eine Suppe und ein Hauptgericht. Wo möglich, werden unterwegs frische Vorräte dazu gekauft. Pro Person ist nur die Mitnahme von einem Gepäckstück mit max. 12 kg möglich.

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Tourverlauf

Tag 1:    Deutschland – N‘Djamena

Gegen Mittag Flug über Istanbul nach N’Djamena. Ankunft in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschads, am späten Abend. Empfang durch die örtliche Reiseagentur. Übernachtung im Hotel.

Tag 2:    N’Djamena – Salal

Am Morgen steigen wir in die für uns bereit gestellten Geländewagen und fahren in Richtung Nordosten. Durch das Schwemmland des Tschadsees, vorbei an Moussoro, entlang des ausgetrockneten Flusses „Bahr el Ghazal“ fahren wir bis in die Gegend von Salal. Die sich ständig wechselnde Landschaft auf dieser Strecke, die sowohl vegetationsreich als auch wüstenartig ist, führt vorbei an vielen kleinen Dörfern und Gärten und lässt uns einen ersten Einblick in das Leben der Menschen in der Sahelzone bekommen. Gegen frühen Abend erreichen wir Salal. In einem Tal außerhalb des Ortes schlagen Sie Ihre Zelte auf.

Tag 3:    Salal – Erg Djourab

Wir fahren weiter in Richtung Nordosten. Je weiter wir fahren, desto sandiger und wüstenartiger wird die Landschaft um uns herum. Schon bald passieren wir die Ortschaft Kouba und können nur wenige Minuten später die Wanderdünen des Erg Djourab am Horizont sehen. Als „Erg“ bezeichnet man große Sand- bzw. Wüstenmeere der Sahara.  Nach Ankunft in den südlichen Ausläufern des Wüstenmeers bauen wir unser Nachtlager auf und genießen den restlichen Abend in den Dünen.

Tag 4:    Erg Djourab – Orou

Am heutigen Tag geht es durch den weichen Sand der Dünenlandschaften des Erg Djourab und über sandige Ebenen bis nach Orou, einem kleinen Ort unweit der Oasenstadt Faya-Largeau. In den Dünen des Erg Djourabs können wir das Abenteuer Wüste erleben. Festgefahrene Geländewagen, heißer Wüstensand und endlose Weite lassen diese Reise zu einer Expedition werden. Übernachtung im Zelt in der Nähe Orous.

Tag 5:    Orou – Faya – Kaorchi

Ankunft in Faya am Vormittag. Faya, früher eine bedeutende Oase an der Karawanenroute von Libyen in den Sudan und während der französischen Kolonialzeit Sitz der Präfektur für die nördlichen Bezirke, ist heute die Hauptstadt der Region Borku, der größten der 22 Regionen des Tschad. Wir erkunden die Oasenstadt und besuchen den Markt, bevor wir uns in der Wüste außerhalb Fayas, in der Nähe von Kaorchi, einen geeigneten Platz zum Schlafen suchen.

Tag 6 – Tag 7:    Südliche Tibesti-Ausläufer

Vorbei an kleinen Dörfern umgeben von Dattelpalmen und bizarren Felsformationen der Tibesti-Ausläufer, starten wir ins Gebirge. Vor Ourti suchen wir uns einen Platz, um uns niederzulassen. Am Folgetag Weiterfahrt zum Ehi Atroun, einem gewaltigen Felsblock, der sich aus der Ebene erhebt und an dem es Gravuren zu entdecken gibt. Anschließend geht es zu den Ausläufern der Dünen des Erg Bilma. Übernachtung im Sand.

Tag 8:    Erg Bilma – Zouarké

Mit den Dünen des Erg Bilma im Rücken, durch die wunderschöne Tassili-Landschaft vom Marmar, weiter in nordöstlicher Richtung durch einige Wadis bis nach Zouarké, einem kleinen Ort am Fuße des Tibesti-Gebirges. Ehemals ein Militärposten im Libyenkrieg, ist Zouarké heute eine Art Zollstation für den Lkw-Verkehr. Es gibt einen Brunnen, den alle LKW-Fahrer nutzen, um die Wasservorräte aufzufüllen. Wir haben Zeit, die Lastwagen, die oft hoch aufgetürmte Berge unterschiedlichster Ladungen transportieren, zu bestaunen, denn die Grenzformalitäten für den Niger und Libyen müssen hier erledigt werden, und. auch unsere Papiere werden kontrolliert. Übernachtung auf dem Weg ins Gebirge.

Tag 9:    Zouarké – Trou au Natron

Heute fahren wir über steinige Pisten ins Tibesti-Gebirge bis zum 3.315 Meter hohen Gipfel des Vulkans Toussidé. Oben angekommen stehen wir am Rand eines Riesenkraters von ca. 7 km Durchmesser und blicken entlang fast schwarzer, senkrecht hinab stürzender Felswände 1000 m in die Tiefe. Am Kraterboden umgeben weiße Ablagerungen von Natron-Salz einen kleinen Vulkankegel. Wir wandern ein Stück entlang des Kraterrandes und entdecken in der Ferne Spuren von Vegetation und Mauerreste. Es ist für uns schwer vorstellbar, dass im Krater bis vor gar nicht langer Zeit Menschen lebten und kleine Karawanen das Natronsalz aus der Tiefe holten. Wir übernachten in der Nähe des Kraterrandes und hoffen auf eine nicht allzu kalte Nacht.

Tag 10:    Trou au Natron – Bardai

Durch das Gebirge fahren wir in Richtung Bardai, dem Hauptort des Tibesti. Ankunft am Nachmittag. Diese Oase besteht aus Stein- und Lehmhäusern und es gibt kleine Geschäfte, in denen wir unseren Proviant ergänzen können. Durch einen neuen Brunnen mit einer guten Pumpe wird uns das Auffüllen der Wasserkanister sehr erleichtert. Übernachtung an einer interessanten Stelle mit Sandsteinen und angewehtem Sand.

Tag 11:    Bardai – Yebbi Souma

Durch verschiedene grüne Wadis und Gebirgstäler fahren wir bis nach Yebbi Souma. Mancherorts kontrolliert die Gendarmerie unsere Fahrzeuge. Bakschisch wird erwartet, unsere Fahrer kennen dieses Geschäft und kümmern sich sehr diskret darum. Das Tibesti ist von den Teda bevölkert, einer Gruppe, die zur Ethnie der Toubu oder Tibu gehört. Die Teda leben noch heute als Halbnomaden in ihren Dörfern und ziehen mit ihren Tieren zu Weideplätzen. Nachtlager in einem der Wadis.

Tag 12:    Yebbi Souma – Tassili Kezen

Wir setzen unsere Fahrt durch das Gebirge bis zur schönen Tassili-Landschaft Kezen fort. Zwischen bizarren Sandsteinformationen und Sanddünen schlagen wir heute unsere Zelte auf.

Tag 13:    Tassili Kezen – Gouro

Richtung Süden, durch das Wadi Drosso fahren wir zum von Palmen umgebene Tubu-Dorf Gouro, in dem wir, falls erforderlich, unsere Vorräte ergänzen. Außerhalb des Dorfes suchen wir uns einen Schlafplatz in sandigem Gelände.

Tag 14 – Tag 15:    Gouro – Ounianga Seen – Taguedei

Über flache Ebenen fahren wir weiter Richtung Südosten bis zu der ersten Gruppe der Ounianga-Seen, dem Ounianga Kebir. In der Nähe des Sees übernachten wir in unseren Zelten. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Ounianga Serir. Anschließender Besuch des Süßwassersees Boko, der uns zum Baden einlädt. Erfrischt geht es weiter zum Dorf Taguedei. Am zugehörigen See wird Salz gewonnen und zu den Märkten des Südens transportiert. Wir suchen uns einen Schlafplatz in einigem Abstand vom See.

Tag 16 – Tag 21: Taguedei – Mourdi Depression – Ennedi – Oued Haouache

Fahrt durch die Dünen der Mourdi Depression, einem sandigen von niedrigen Dünenketten durchzogenem Gebiet, bis in die Anoa Region, nordwestlich von Fada. Am Folgetag setzen wir unsere Fahrt in südöstliche Richtung fort. Die Regionen Bichigara und Habaiké sind unsere Ziele. Übernachtung in der Umgebung von Habaiké. Am nächsten Tag erreichen wir Fada, den Hauptort der Region Ennedi. Kurzes Ergänzen der Vorräte und Weiterfahrt ins Ennedi Gebirge, in die Bechiké Region. Am nächsten Tag fahren wir zum Oued Archei, das in einem Guelta endet. Das Guelta ist so groß, dass viele Kamele gleichzeitig im Wasser stehen und trinken. Ihr Gebrüll wird von den hohen Felswänden reflektiert und hallt uns noch lange in den Ohren. Wir übernachten in der Region Olba, in der Nähe des Elefantenbogens. Am Morgen Besichtigung des riesigen Bogens von Aloba, mit einer Spannweite von 77 m und einer Höhe von 120 m. Bachikélé, eine für die Sahara außergewöhnliche Region, ist unser nächstes Ziel. Die üppige Vegetation entlang des Oueds Bachikélé ist für die Sahara sehr untypisch. Mit etwas Glück treffen wir dort sogar auf Affen. Wir durchstreifen die Gebiete Tokou und Terkei und entdecken neolithische Zeichnungen, Gravuren und steinzeitliche Siedlungsplätze. Danach verlassen wir das Ennedi und suchen einen Übernachtungsplatz im Oued Haouache.

Tag 22:    Oued Haouache – Kalait – Bilitine- Ouara

Vom Oued Haouache folgen wir der Hauptpiste über die Orte Kalait und Bilitine und gelangen nach Ouara, der Hauptstadt des arabisch-sudanischen Reiches Wadai von 1635 – 1870. Wir besichtigen die Überreste der Stadt und suchen uns einen geeigneten Platz, um unser Nachtlager aufzuschlagen.

Tag 23:    Ouara – Mongo

Fahrt über Abeché, einem der wichtigsten Handelsknotenpunkte Sahelafrikas und Mangalmé nach Mongo, der Hauptstadt der Region Guéra. In den letzten drei Tagen unserer Expedition sehen wir viel mehr Menschen als während der drei Wochen in der Wüste, aber auch bunte Märkte mit dem vielfältigen Warenangebot der Sahelregion, farbenfroh gekleidete Frauen und Kinder, die sich sehr für uns Fremde interessieren. In der Nähe von Mongo verbringen wir die letzte Nacht unter freiem Himmel.

Tag 24:    Mongo – N’Djamena – Deutschland

Lange Fahrt, nun aber auf Asphalt, zurück nach N’Djamena. Am Abend treffen wir in der Hauptstadt ein. Hier haben wir die Möglichkeit, uns etwas auszuruhen und zu erfrischen, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen, um in Richtung Heimat zu starten. Abflug gegen Mitternacht.

Tag 25:    Deutschland

Ankunft in Deutschland gegen Mittag.

Leistungen inklusive

  • Internationale Flüge von Frankfurt nach N‘Djamena und zurück inkl. Steuern
  • Übernachtungen in 2-Personen oder Single-Zelten; leichte Iso-Matten werden von der Agentur gestellt, Schlafsäcke (Komfortbereich 0° – 40° C) sind selbst mitzubringen
  • Reiseleitung ab/bis Frankfurt durch die erfahrene Tschad-Reisende Frau Dr. Anne Töpfer
  • Alle Transfers in Geländewagen (Toyota Land Cruiser oder ähnlich) mit 3 Reisenden pro Fahrzeug
  • Vollverpflegung während der Expedition (man kocht zusammen)
  • Ausreichend Wasser pro Person und Tag

Leistungen exklusive

  • Visakosten (ca. 130,- Euro pro Person bei Einholung durch Orientaltours, Stand: April 2014)
  • Trinkgelder für die Fahrer
  • Reiseversicherungen
  • Persönliche Ausgaben

Hinweise

  • Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung und benötigen den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholkostendeckung.
  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Orientaltours.
  • Programmänderungen bleiben vorbehalten
  • Beachten Sie die aktuellen Reisehinweise des AA!

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Teilnehmerzahl

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Maximalteilnehmerzahl
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