Tadschikistan

Tadschikistan Reisen – Pamir Reisen – Seidenstraße

Den Pamir zu bereisen ist immer noch ein echtes Abenteuer. Entdecken Sie bei Tadschikistan Reisen mit Orientaltours die grandiosen Berglandschaften mit Pässen von über 4.500 m Höhe entlang dem ‚Dach der Welt’ und neue Horizonte.

Der gewaltige Pamir verbindet dabei über rund 730 km das tadschikische Berg-Badachschan mit der kirgisischen Stadt Osch.

Die Region ist kein Touristengebiet, entsprechend ist die Unterbringung außerhalb der Städte einfach in Gästehäusern oder in traditionellen Jurten. Auch das Reisen auf dieser Straße erfordert ein wenig Geduld.

Dafür können Sie eine beeindruckende Natur und das Vielvölkergemisch, das hier lebt, hautnah erleben. Einen der beeindruckendsten Anblicke bietet sicher der tiefblaue Hochgebirgssee Kara-Kul vor der Gebirgskulisse.

 

Kultur

Im ausgehenden 2. Jh. war Seide eine kostbare Handelsware, die über die sogenannte Seidenstraße – eigentlich ein System verschiedener Handelsstraßen – transportiert wurde. So geschah es, dass 2 „Welten“ wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, der Osten und der Westen, miteinander in Kontakt kamen. Im Zentrum der Seidenstraße, dem heutigen Zentralasien (Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan) trafen die verschiedensten Kulturen aufeinander. Es entstand eine Symbiose, die das geistige und das kulturelle Leben der Menschen bis heute prägt.

Die Tadschiken sind sprachlich, kulturell und ethnisch eng mit den Persern verwandt und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen Bevölkerungsanteil von 30 Prozent. Zu den ältesten und wichtigsten Bräuchen des Landes gehört das traditionelle NeujahrsfestNouruz, das am Frühlingsanfang feierlich begangen wird. Das Wappen Tadschikistans ist eine Reinterpretation des Wappens aus der Zeit vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.

Die traditionellen Lehmhäuser in den Altstadtvierteln (Mahalla) und Dörfern (Kischlak) im Westen des Landes sind um einen Innenhof errichtet und von der Außenwelt durch eine hohe fensterlose Umfassungsmauer getrennt, durch die nur ein hölzernes Tor hineinführt. Die Wohnhäuser, Stallungen und Nebengebäude sind mit einem Flachdach aus Holzbalken und Lehm gedeckt, das von einem meist aus Wellblech bestehenden Satteldach überragt wird, unter dessen Schutz Winterfutter für die Tiere lagert. Im Sommer bildet der Innenhof den hauptsächlichen Lebensraum der Familie. Eine im Innenhof aufgestellte, quadratische hölzerne Plattform (Taptschan) dient als Schlafstätte, Ruhe- und Essplatz. Das Essen wird dort auf einem Tischtuch (Dastarchan) serviert.

Die tadschikische Musik wird in eine Kunstmusik mit Wurzeln hauptsächlich in der persischen Tradition, die in den Städten im Westen des Landes und im Ferghanatal gespielt wird, und in eine Volksmusik im Süden und in den ländlichen Regionen unterteilt.

Beliebte Vokalstile der Volksmusik heißen Falak und Katta Aschula. In der eigenen Musiktradition von Badachschan dient vor allem die Laute Rubab der Gesangsbegleitung.

Buchtipp:
Ein sehr empfehlenswerter, Reiseführer kommt aus dem renommierten Trescher-Verlag: Reiseführer Tadschikistan.

Ein weiterer, ganz aktueller Reiseführer ist im August 2019 im Trescher Verlag erschienen: Reiseführer Zentralasien.
Dieser umfasst Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan und stammt aus der Feder der Zentralasien-Expertin Dagmar Schreiber.

Videotipp:
Doku “Kirgistan Tadschikistan Pamir backpacker by XIPIfilms (deutsch)”, eine fantastische Reise von Kirgistan nach Tadschikistan auf das Dach der Welt – dem Ostpamir. Veröffentlicht auf youtube, Laufzeit: 46 min. Link: Ostpamir

 

Essen und Trinken

Essen

Die Küche von Tadschikistan ähnelt der der anderen zentralasiatischen Nachbarländer Usbekistan und Turkmenistan. Wer die rustikale Küche bevorzugt, kommt bei den Tadschiken voll auf seine Kosten. Als Nationalgericht gilt in allen diesen Ländern der “Plov”. Hierbei handelt es sich um einen Reiseintopf, der immer anders zubereitet wird, aber stets sehr lecker schmeckt. Ähnlichkeiten mit der Paella Spaniens, dem türkischen Pilaw und dem indischen Biryani liegen auf der Hand. In Tadschikistan nennt man es jedoch Osh.

Ebenso findet man hier wie dort ein rundes Fladenbrot mit dickerem Rand, das zu fast allen Mahlzeiten gereicht wird. Es wird Non genannt. Aus welcher Region das Brot kommt, kann man übrigens am typischen Brotstempel erkennen.

Fleisch isst man gern und viel, zum Beispiel als Schaschlik, also auf einem Spieß gebraten, oder als Kebap, gegrilltes Kalbfleisch.

Beliebt sind auch Teigtaschen: Manti sind mit Fleisch gefüllte Nudeltaschen und Tschebureki sind Teigtaschen, die in Öl ausbacken. Ein Rezept für Tschebureki findest du in unserem Mitmachtipp! Bekannte Suppen sind Laghman, eine Nudelsuppe mit Fleisch und Gemüse, sowie Schurbo, eine leichte Suppe mit Hammelfleisch. Auch Salate isst man gerne, zum Beispiel als Gurken-Tomaten-Salat.

Als Beilagen werden neben Reis auch Pommes, dicke Bohnen oder Kichererbsen serviert. Vielfältig ist das Angebot an Obst: Melonen, Weintrauben, Granatäpfel, Aprikosen, Pflaumen und Äpfel sind zum Beispiel im Angebot.

 

Trinken

Zu trinken gibt es vor allem Tee. Ältere Leute trinken überwiegend grünen Tee, jüngere mehr schwarzen Tee. Zu den Mahlzeiten wird  vorrangig Wasser angeboten. Sie können jedoch ebenso (grünen) Tee genießen oder Fruchtsäfte und Soft Drinks ganz nach Ihrem Geschmack. Alkohol gibt es in den Restaurants ebenfalls, ein Wodka zum oder nach dem Essen ist in Zentralasien durchaus üblich.

Übrigens: Die freundliche Bedienung im Restaurant freut sich stets über ein kleines Trinkgeld!

reise usbekistan

Foto: Das typische “Non” Fladenbrot der Region.

 

Klima

Tadschikistan ist durch trockenes subtropisches Klima gekennzeichnet, nur in den Becken und Tälern ist es feuchter. Durch die zentralasiatische, kontinentale Lage sind die Winter im sehr kalt (im Januar Tiefsttemperaturen von -12 °C) und die Sommer heiss (im Juli Maximaltemperaturen von bis zu 42 °C).

Zwischen den tiefer- und höhergelegenen Regionen gibt es grosse Temperaturunterschiede. Von Oktober bis Mai kann es im Gebirge zu heftigen Schneestürmen mit Temperaturen von bis zu -45° C kommen. Der Frühling (März bis Mai) bringt milde Temperaturen und Niederschläge in den Ebenen, von Juni bis Oktober können starke Staubstürme erwartet werden.

Durch die relativ geringen Niederschläge hat sich im grössten Teil Tadschikistan eine Steppenvegetation gebildet. Die Niederschlagsmengen bewegen sich zwischen 140 mm Niederschlag im Ferganabecken und bis zu 1.700  mm im Jahr an den südlichen Hängen des Hissargebirges. Dieser hohe Wert ist allerdings im Land eine Ausnahme.

 

Beste Reisezeit

Bei den heissen Sommern und kalten Wintern sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis November) die besten Jahreszeiten für einen Besuch in Tadschikistan. Der März ist ebenfalls ein guter Zeitpunkt, da zu dieser Zeit das Navrus-Festival stattfindet. Im Pamir ist es praktisch nur zwischen Juli und September möglich, zu reisen. Sowohl der Anzob- als auch der Shakhristan-Pass zwischen Khojand und Duschanbe sind in der Regel von Ende November bis Ende Mai gesperrt.

 

Einreisebestimmungen

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

 

Anmerkungen / Mindestgültigkeit

Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

 

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Für Aufenthalte bis zu 45 Tagen kann es online (e-Visa), für längere Aufenthalte muss es vorab bei der Botschaft Tadschikistans beantragt werden.

 

Online-Visum (e-Visa)

Für Aufenthalte bis zu 45 Tagen, mit einmaliger Ein- und Ausreise, ist online ein elektronisches Visum, e-Visa, zu beantragen. Es ist auf die korrekte Angabe der Nummer des deutschen Reisepasses zu achten (deutsche Pässe enthalten ausschließlich Nullen, nicht den Buchstaben O!). Das kostenpflichtige E-Visum wird als E-Mail versandt, das auszudrucken und während der Reise mitzuführen ist. Die Reise sollte keinesfalls angetreten werden, wenn das Visum nicht ausgestellt wurde. Ein E-Visum kann während des Aufenthalts in Tadschikistan nicht verlängert werden.

 

Visum vor der Einreise

Für längere Aufenthalte oder Aufenthalte, die mehrmalige Ein- und Ausreisen erfordern, ist ein Visum über das „Tajikistan Visa Electronic Application Center“ zu beantragen. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein kostenpflichtiges Online-Verfahren. Der Antrag wird online gestellt, ist gebührenpflichtig und wird zunächst vorgeprüft. Danach ist die Vorsprache bei der Tadschikischen Botschaft in Berlin erforderlich, um Fingerabdrücke abzugeben und ein biometrisches Foto fertigen zu lassen.
Ausführliche Informationen zum Visumverfahren bietet die tadschikische Botschaft in Berlin.

 

Visum bei Einreise (“on arrival”)

Es ist weiterhin nicht möglich, Visa bei der Einreise über Land an den Grenzübergängen (z.B. zu Usbekistan bzw. Kirgisistan) zu erhalten. Lehnen Sie eventuelle Angebote von Gefälligkeitszahlungen an Grenzbeamte ab, da in einem solchen Fall trotz anderweitiger mündlicher Zusagen die Möglichkeit der Festnahme nach illegalem Grenzübertritt besteht.

 

Sondergenehmigung für die autonome Provinz Berg-Badachschan

Für Reisen in das Hochgebirge im Osten des Landes (Pamir-Gebirge, offiziell: Autonome Provinz Berg-Badachschan-GBAO) ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die gleichzeitig mit dem Visum in Deutschland beantragt werden kann. Bei Beantragung erst in Tadschikistan muss mit einer Bearbeitungsdauer von bis zu drei Wochen gerechnet werden.

 

Registrierung nach Einreise

Ausländer sind grundsätzlich verpflichtet, sich binnen drei Tagen nach Einreise bei den tadschikischen Innenbehörden zu registrieren. Die zuständige Registrierungsstelle heißt OVIR (Abt. für Visa und Registrierung) und ist in der Regel bei der jeweiligen Stadtverwaltung („Chukumat“) angesiedelt. Ohne Registrierung drohen Ausreiseverzögerungen und Strafgelder. Dies gilt auch bei Überziehung der Aufenthaltsdauer ohne rechtzeitige Verlängerung des Visums. Ein E-Visum kann nicht verlängert werden.

Für Inhaber von E-Visa besteht keine Registrierungspflicht innerhalb der maximalen 45-tägigen Aufenthaltsdauer.

Weitere Auskünfte finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes und der Homepage der Landesvertretung. Link Auswärtiges Amt: Reisehinweise Tadschikistan

Quelle: Auswärtiges Amt, alle Angaben ohne Gewähr.

 

Gesundheit

Es ist empfehlenswert vor Reisen nach Zentralasien, alle Impfungen zu überprüfen bzw. den entsprechenden Impfschutz aufzufrischen, die im aktuellen Impfkalender aufgeführt sind, der vom Robert-Koch-Institut bereitgestellt wird. Planen Sie einen Langzeitaufenthalt in Zentralasien, sollten Sie sich zur Sicherheit gegen Typhus, Hepatitis A, Hepatitis B impfen lassen als auch gegen Tollwut.

Die medizinische Versorgung in Tadschikistan entspricht nicht dem westeuropäischen Standard. Bitte nehmen Sie persönlich benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit. Die Reiseapotheke sollte u. a. Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden enthalten.

Impfempfehlungen finden Sie auch hier: www.tropeninstitut.de/Tadschikistan

 

Wussten sie schon…?

… dass der beliebte tadschikische Eintopf Kurutob traditionell mit der Hand gegessen wird?
Der Kururtob ist ein typisch tadschikisches Gericht. Es handelt sich um einen Eintopf, der dabei gerne mit den Händen gegessen wird. Er enthält neben den namengebenden Bestandteilen von getrocknetem Käse (Qurut) und Wasser (Ob) auch Zwiebeln, Karotten, Tomaten, ein blättriges Fladenbrot namens Fatir (in Stücke gerissen) sowie häufig auch Lammfleisch.

 

Unsere Orientaltours Reisen nach Tadschikistan und zum Pamir:

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