Aserbaidschan

Aserbaidschan: zwischen Tradition und Moderne

Aserbaidschan ist wild und modern zugleich. Entdecken Sie mit Orientaltours ein Land an der Schnittstelle von verschiedenen Völkern und Kulturen, dass hierzulande vor allem durch seine reichen Ölvorkommen bekannt ist.

Das Land umfasst 86.600 Quadratkilometer, ist also kaum größer als Österreich. Es teilt sich Grenzen mit Russland, Georgien, Armenien und dem Iran. Durch die Autonome Republik Nachitschewan, eine aserbaidschanische Exklave, gibt es zudem eine gemeinsame Grenze mit der Türkei. Der höchste Berg ist der zum Großen Kaukasus gehörende Bazardüzü mit 4.466 Metern unmittelbar an der Grenze zu Russland.

Zudem verfügt das Land am Kaspischen Meer über mehr als 700 Kilometer Küstenlänge und eine beeindruckene Artenvielfalt. Hierzu gehören u.a. zum Beispiel Braunbären, Wölfe, Hirsche, Gazellen, Goldschakale, Eurasische Luchse, Leoparden und Streifenhyänen. – Und der kaspische Stör, der als Kaviar-Lieferant weltbekannt ist.

9,6 Millionen Menschen leben in Aserbaidschan. Die Mehrzahl gehört dem schiitischen Islam an – eine Besonderheit, die Aserbaidschan nur mit Ländern wie dem Iran, Irak und Bahrain teilt.

Das Land sitzt im Europarat, hat einen Beobachterstatus in der Welthandelsorganisation inne und nimmt auch über andere Institutionen am internationalen Geschehen teil (u.a. UNESCO, Weltbank, Internationaler Währungsfonds).

Archäologisch hat Aserbaidschan zahlreiche historische Stätten zu bieten, von denen einige auch inzwischen als UNESCO Welterbestätten anerkannt sind.
Hierzu zählen die historischen Teile von Baku und die Felsbilder und Kulturlandschaft von Gobustan. Darüber hinaus sind weitere zehn Stätten in der UNESCO Tentativliste von Aserbaidschan eingetragen. Etwa der Khanspalast von Şəki oder der Ateschgah Feuertempel.

Entdecken Sie Aserbaidschan und seine vielfältigen Schätze mit Orientaltours!

Kultur

Knapp 92 Prozent der Bürger des Landes bezeichnen sich nach aktuellen Angaben als Aserbaidschaner. Weitere Volksgruppen sind unter anderem Lesgier, Russen, Talyschen, Awaren und Türken. Insgesamt leben 18 Minderheiten in Aserbaidschan. Dazu zählen auch die Armenier, aber seit der Eskalation um die Berg-Karabach-Region sind die meisten von ihnen vertrieben worden.

Als schiitisch geprägtes Land feiert Aserbaidschan im großen Stil den Fastenmonat Ramadan, wenn auch viele Aserbaidschaner seit der sowjetischen Zeit im Alltag kaum noch ihren islamischen Glauben ausüben.

Sprachlich ist das Land eng mit der Türkei verbunden – auch Aserbaidschanisch gehört zu den sogenannten Turksprachen. Im Dezember 1992 hat die Regierung in Baku die lateinische Schrift eingeführt. Zuvor, unter dem Moskauer Einfluss, war das kyrillische Schriftsystem benutzt worden. Weitere 14 Sprachen werden von den ethnischen Minderheiten im Land gesprochen.

Quelle: https://www.koerber-stiftung.de

Essen und Trinken

Die aserbaidschanische Küche hat viele Gemeinsamkeiten mit der anderer Ländern des Kaukasus. Mit Reis oder Kohl gefüllte Weinblätter (Dolma genannt), mit Hackfleisch gefüllte Tomaten oder Auberginen und edele Gewürze wie Safran, Koriander und Nelken sind typisch für die Küche in Aserbaischan. Häufig geben die Köche auch getrocknete Früchte zu ihren Gerichten. Wer mag, taucht seine Teigtaschen oder Dolmas noch zusätzlich in Joghurt-Minz-Saucen oder Auberginen-Chutneys.
Bleibt nur, Ihnen noch »Nush Olsun!« oder »Guten Appetit!« zu wünschen.

Klima

Zwar liegt Aserbaidschan in den Subtropen, aber aufgrund der ganz unterschiedlichen Höhenlagen, Temperaturen und Niederschlagsmengen der einzelnen Landesteile kann man in Aserbaidschan erhebliche klimatische Unterschiede feststellen.

In der Kura-Ebene herrscht Halbwüstenklima. Hier kann man mit sehr milden Wintern und sehr heißen und trockenen Sommern rechnen. Der Boden wird teilweise künstlich bewässert, weil hier nur eine jährliche Niederschlagsmenge von 200 bis 300 mm gemessen wird.

Das Lenkoran-Tiefland im äußersten Süden zählt hingegen zu den feuchten Subtropen. Hier fallen mit etwa 1.800 mm sehr viele Niederschläge, die Hauptmenge davon im Winterhalbjahr. Die mittleren Sommertemperaturen liegen bei 27°C, doch sind tagsüber Höchstwerte von mehr als 40°C keine Seltenheit. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen im Winter bewegen sich in dieser Region um die 6°C.

Die Küstengebiete mit der Hauptstadt Baku verfügen über subtropisches, feucht-warmes Wetter. Strand, Palmen und Sonne lassen das Urlauberherz höherschlagen. Besonders die Monate Mai bis September sind allerdings sehr heiß und schwül. Im Juli und August werden hier die höchsten Durchschnittstemperaturen mit 26°C und Höchstwerten von 40°C erreicht. Die Winter sind mit Mittelwerten von 4°C im Januar/Februar nicht allzu kalt. Insgesamt fallen hier 900-1.400 mm Niederschlag.

In den Gebirgslagen des Großen und des Kleinen Kaukasus besteht aufgrund der Höhenlage ein alpines Klima mit sehr vielen Niederschlägen und niedrigen Temperaturen. Die durchschnittlichen Wintertemperaturen liegen je nach Höhe zwischen -3 und -10°C, die mittleren Sommertemperaturen bei 5°C. Die jährliche Niederschlagsmenge – Hautregenzeit ist der Herbst – beträgt zwischen 1.300 und 1.600 mm.

Beste Reisezeit

Die besten Zeiten für einen Besuch im Tiefland Aserbaidschans sind April bis Juni sowie September und Oktober. Vor allem in den Frühlingsmonaten erblüht das Land und der Himmel ist blau. In diesen Monaten ist es im Großteil des Landes warm und trocken, aber nicht zu heiß wie im Juli und August. In diesen beiden Monaten kann es in den Ebenen und an der Küste mit Temperaturen zwischen 35 bis 40°C unerträglich heiß und schwül werden.

In den Sommermonaten ist hingegen die ideale Zeit, um die höher liegenden und kühleren Regionen zu besuchen.

Im Winter ist es in Aserbaidschan kalt und in den Bergen fällt häufig Schnee.

Quelle: http://www.beste-reisezeit.org

Einreisebestimmungen

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente müssen drei Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum, das vor Antritt der Reise bei der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin bzw. einer anderen aserbaidschanischen Auslandsvertretung beantragt werden muss.
Außerdem können Visa für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen und eine Einreise ein e-Visa über das aserbaidschanische Visa-Portal ASAN VIZA online beantragt werden. Die Anträge werden in der Regel innerhalb weniger Tage entschieden. Vor aserbaidschanischen Feiertagen kann es jedoch zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen.
Für den Flughafentransit am Flughafen Baku benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum.

Reisende, deren Pässe armenische Visa enthalten, müssen bei der Einreise nach Aserbaidschan mit längeren Wartezeiten und Befragungen rechnen. Es kann auch zu Einreiseverweigerungen kommen.

Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach” enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen in die sogenannte „Republik Bergkarabach“ sowie in und durch die umliegenden besetzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten.

Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt über die aktuellen Reise und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (AA) der Bundesrepublik Deutschland bzw. ihres jeweiligen Heimatlandes.

Alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 07/2018).

Wussten sie schon…?

In speziellen Kuranlagen kann man sich in Aserbaidschan mit dem sogenannten Naftalan-Öl behandeln lassen, dass schon Marco Polo in seinen Reiseberichten erwähnte. Wer möchte, nimmt ein Bad in diesem speziellen Erdöl, dem traditionell eine desinfizierende und gefäßerweiternde Wirkung nachgesagt wird. Manche Forscher warnen heute allerdings vor möglichen krebserregenden Inhaltsstoffen des Öls.

Zu den Besonderheiten des Landes gehören Schlammvulkane, deren regelmäßige Ausbrüche mit viel Krach einhergehen. Einer von ihnen hat es ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Rings um knapp zwei Dutzend dieser Schlammvulkane sind in den vergangenen Jahren Nationalparks entstanden.

Hier geht es zu einer Übersicht aller Schlammvulkane des Landes bei Wikipedia: Link

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